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Refinanzierung bei EZB: Die Geldnot ist kleiner als gedacht

Die Banken scheinen die Hilfe der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht mehr so nötig zu haben wie befürchtet: Die Institute haben sich am Mittwoch überraschend wenig bei der EZB geliehen. Und das, obwohl sie heute Kredite über 442 Milliarden Euro an die Notenbank zurückzahlen müssen.

EZB-Chef Trichet gibt die Richtung vor. Quelle: dpa
EZB-Chef Trichet gibt die Richtung vor. Quelle: dpa

FRANKFURT. Am Mittwoch riefen 171 Banken Dreimonatskredite von der Notenbank zum Zins von einem Prozent über insgesamt 132 Mrd. Euro ab. Marktteilnehmer hatten mit einer wesentlich größeren Nachfrage gerechnet, weil heute mehr als 1100 Banken der EZB auf einen Schlag Kredite über 442 Mrd. Euro zurückzahlen müssen, die sie für die ungewöhnliche lange Laufzeit von einem Jahr bei der EZB geliehen hatten.

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Mit den Dreimonatskrediten können die Banken den Jahreskredit ersetzen, doch die Not, genau dies zu tun, ist wohl nicht so groß. "Das ist ein wirklich gutes Zeichen", sagt Gilles Moec, Analyst bei der Deutschen Bank. Denn es zeige, dass sich die Institute Geld am Markt besorgen könnten und nicht nur auf die EZB angewiesen seien. Dieser Interpretation folgten auch viele Anleger und kauften deutsche, spanische und griechische Bankaktien. Der Euro legte gegenüber dem Dollar zu.

Durch das Auslaufen der Jahreskredite und die Ausgabe der neuen Dreimonatskredite sinkt per Saldo die Kreditvergabe der EZB an die Banken um 310 Mrd. Euro. Das ist in etwa der Betrag an nicht benötigter Liquidität, den die Banken von Tag zu Tag für einen Zins von nur 0,25 Prozent bei der EZB parken. Analysten rechnen damit, dass die Banken heute - außer der Reihe - beträchtliche Summen für sechs Tage von der EZB ausleihen werden. Dadurch dürfte wieder ein gewisses Überangebot an Liquidität entstehen, das dafür sorgt, dass die Geldmarktsätze weiter unterhalb des Leitzinses der EZB von einem Prozent verharren.

Die vergleichsweise geringe Nachfrage nach dem Dreimonatsgeld erleichtert es der EZB, an ihrer sogenannten Exitstrategie festzuhalten: Sie will die im Zuge der Finanzkrise die sukzessiv eingeführten Hilfen für Kreditinstitute drosseln. Damit hat sie bereits begonnen. Das insgesamt 60 Mrd. Euro schwere einjährige Ankaufprogramm der EZB für deutsche Pfandbriefe und mit Hypotheken oder Staatskrediten gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds) lief aus.

  • 30.06.2010, 16:40 UhrAnonymer Benutzer: zock

    Mein Vorredner hat recht, genauso siehts aus. Wir kennen das System doch langsam, bis zur letzten Minute wird gelogen und vertuscht. Warten wir mal ab wie die Meldungen morgen aussehen. ich prophezeihe bereits jetzt, dass sich das blatt noch wenden wird.

  • 30.06.2010, 16:33 UhrAnonymer Benutzer: Manfred g.

    Geringer als erwartet......besser als befürchtet.....überraschend positiv.......
    Wie dumm muss man sein um diese dumme Propaganda zu glauben ????????
    Leider gibt es genug dumme.....wichtiger ist Fußball glotzen, feiern und Urlaub machen....
    Wartet nur noch ein wenig - euch wird das Fell über die Ohren gezogen von unseren korrupten und verlogenen Politikern !!!!

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