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Regulierung: Banken suchen das Patentrezept

Weiterer Nachhall der Krise: Die strengeren Regulierungen durch die Regierungen erfordern neue Konzepte: Die Banken suchen sie - manche zurückhaltender, andere, wie die Deutsche Bank mit unverändert hohen Zielen.

Blick auf die Zwillingstürme der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Quelle: dpa
Blick auf die Zwillingstürme der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Frankfurt/ London/ ZürichFür die "neue Realität" nach der Finanzkrise suchen die weltweit operierenden Geldkonzerne noch fieberhaft nach einem Patentrezept. Die strengere Regulierung mit ihren höheren Anforderungen an die Kapital- und Liquiditätsausstattung wird zwar generell zu niedrigeren Renditen führen, aber die Messlatten liegen auch in der neuen Bankenwelt unterschiedlich hoch. Es könnte sich eine Zweiklassengesellschaft herausbilden.

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Beispielhaft lässt sich das schon heute an den beiden Schweizer Großbanken zeigen. Während die Credit Suisse (CS) ihr Renditeziel gerade zurückgenommen hat, will UBS-Chef Oswald Grübel seine hohen Ziele notfalls dadurch erreichen, dass die gerade vom Staat gerettete Bank wieder mehr Risiken eingeht. Zur Not will er besonders kapitalintensive - sprich riskante - Geschäfte ins weniger stark regulierte Ausland verlagern.

Im vergangenen Jahr lagen die beiden Konkurrenten Kopf-an-Kopf: Die CS brachte es auf eine Eigenkapitalrendite von 14,4 Prozent, die UBS hatte mit 15,9 Prozent die Nase leicht vorn. Doch Grübel ist mit dem erzielten Reingewinn von 7,2 Milliarden Franken keineswegs zufrieden. Sein Rivale Brady Dougan von der Credit Suisse hält das erreichte Ertragsniveau dagegen für realistisch und hat seine Zielmarke von zuvor 18 auf jetzt nur noch 15 Prozent nach Steuern zurückgenommen.

Dabei unterscheiden sich die Geschäftsmodelle der beiden Großbanken kaum. Beide haben ihr Kerngeschäft in der Vermögensverwaltung reicher Privatkunden. Beide schwören auf das Modell einer Universalbank, zu der auch eine global tätige Investmentbank gehört. So ist es der CS gelungen, 2010 Erträge von mehr als drei Milliarden Franken aus der Zusammenarbeit von Vermögensverwaltung, Investmentbank und dem Asset Management einzufahren. Und schließlich setzen beide Banken darauf, dass sie die Gewinne aus dem stark zurückgefahrenen Eigenhandel durch Gebühren für hohe Kundentransaktionen ausgleichen können. Die Investmentbank soll künftig also in den Dienst der Vermögensverwaltung gestellt werden.

Das ist jedoch genau die Achillesferse, wie das dritte Quartal 2010 gezeigt hat. Damals hielten sich die von der Euro-Krise verunsicherten Investoren derart zurück, dass viele Investmentbanker Däumchen drehen mussten. UBS und CS blieben auf hohen Fixkosten sitzen und die Gewinne brachen ein.

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