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Royal Bank of Canada und ING: Weiterer milliardenschwerer Bankverkauf in den USA

Nach dem Deal zwischen Capital One und ING steht in den USA der zweite milliardenschwere Bankverkauf an: Die Royal Bank of Canada verkauft ihr US-Privatkundengeschäft an PNC. Die Zahl der US-Banken schrumpft weiter.

Eine Filiale der Royal Bank of Canada in Toronto. Quelle: Reuters
Eine Filiale der Royal Bank of Canada in Toronto. Quelle: Reuters

New YorkSchon wieder wechselt eine größere Bank in den Vereinigten Staaten ihren Besitzer. Der örtliche Finanzkonzern PNC kauft der Royal Bank of Canada (RBC) für 3,45 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) ihr US-Privatkundengeschäft ab. Mit der Übernahme stoße PNC tiefer in den Südosten des Landes vor, begründete PNC-Chef James Rohr am Montag in Pittsburgh die Übernahme. Insgesamt gehe es um 420 Filialen, hieß es.

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Die Royal Bank of Canada besitzt 424 Filialen in North und South Carolina, Florida, Alabama, Georgia und Virginia. PNC wird nach der Übernahme insgesamt 2870 Standorte haben und damit nach eigenen Angaben das fünftgrößte Filialnetz des Landes betreiben. Bis zum März kommenden Jahres soll das Geschäft über die Bühne gehen.

Es ist der zweite milliardenschwere Bankverkauf binnen weniger Tage. In der vergangenen Woche hatte Capital One dem niederländischen Finanzkonzern ING dessen US-Direktbank-Tochter für neun Milliarden Dollar abgekauft. Sowohl PNC als auch Capital One gehören zur zweiten Reihe der großen US-Banken. Sie sind außerhalb der Grenzen kaum bekannt, aber im heimischen Privatkundengeschäft stark.

Seit der Finanzkrise schrumpft die Zahl der US-Banken drastisch. Hunderte mittlere und kleinere Institute sind pleite gegangen und wurden zumeist von Rivalen übernommen. Auch landesweit vertretene Banken verloren ihre
Eigenständigkeit. So kam die größte US-Sparkasse Washington Mutual unter dem Dach des Branchenriesen JPMorgan Chase unter, Wachovia ging in Wells Fargo auf.

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