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Schärfere Regulierung: Investmentbanken stehen vor radikaler Zeitenwende

Die Finanzkrise ist vorbei, großen Wall-Street-Banken wie JP Morgan geht es gut. Aber die Branche steht vor einem Zeitenwandel. Die Investmentbanken müssen sich neu erfinden. Experten warnen vor einem Ausleseprozess. Es geht um Geschäfte von mehr als einer Billion Dollar.

Deutliches Gewinnplus bei JP Morgan Quelle: Reuters
Deutliches Gewinnplus bei JP Morgan Quelle: Reuters

LONDON, ZÜRICH. Die großen Wall-Street-Banken legen in diesen Tagen ihre Zahlen für das vierte Quartal vor. Den Anfang machte vergangenen Freitag JP Morgan, und das Gewinnplus von 47 Prozent schürt die Hoffnung auf weitere gute Ergebnisse. Doch die ermutigenden Zahlen verdecken die Tatsache, dass auf viele Geldhäuser schwerere Zeiten zukommen. Vor allem die schärfere Regulierung wird die Banken zwingen, ihr Geschäftsmodell im lukrativen Investment-Banking zu überdenken.

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"Einige Institute werden Probleme bekommen, ihre Kapitalkosten zu verdienen", warnt der Investment-Banking-Chef einer internationalen Großbank hinter vorgehaltener Hand. Professor Roy Smith von der Stern Business School hat ausgerechnet, dass die Eigenkapitalrendite der zehn wichtigsten Investmentbanken im ersten Halbjahr 2010 im Schnitt bei 10,4 Prozent lag. Die Kapitalkosten der Institute schätzt der Wirtschaftsforscher dagegen auf rund elf Prozent.

Die Sonderkonjunktur endet und die neuen Regeln belasten

Auch die Experten der Beratungsfirma Accenture glauben, dass die großen Investmentbanken "radikal umdenken" müssen, "um in einer veränderten Welt zu überleben". Strategien, die auf hoher Verschuldung und lockerer Regulierung basieren, hätten endgültig ausgedient. Unter dem strengeren Blick der Aufseher müssten sich die Institute an dauerhaft niedrigere Wachstumsraten gewöhnen. Die ersten Schritte: Banken trennen sich von Randgeschäften und expandieren in risikoärmere Bereiche wie die Vermögensverwaltung und den Zahlungsverkehr.

Unmittelbar nach der Finanzkrise hatten die überlebenden Investmentbanken von der Flut an billigem Zentralbankgeld und der Tatsache profitiert, dass durch Zwangsfusionen und die Pleite von Lehman Brothers ein großer Teil der Konkurrenz vom Markt verschwunden war. Vor allem das Geschäft mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen (FICC) sorgte dafür, dass viele Geldhäuser wieder Rekordgewinne machten.

  • 18.01.2011, 13:47 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    Die Finanzkrise ist vorbei – Halleluja! Zumindest für alle, die noch an den Storch glauben.

    Fast im Wochenrhythmus gehen die banken in den USA pleite. Doch dies ist erst der Anfang. Der Gewerbeimmobilienmarkt, 4-mal so groß wie der Wohnimmobilienmarkt, Kreditrisiken über 5 bio. $, ist gerade dabei, sich in Luft aufzulösen. Und gerade hier sind deutsche bankster massiv involviert. Was sagt Mutti dazu? Woher nehmen wenn nicht schon wieder den bürgern stehlen?

    im Quartalsbericht der biZ Juni 2008 geht hervor, dass die bankster weltweit auf über 600 billionen $ absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, aus den bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren.
    http://www.bis.org/press/p080609_de.pdf

    Europas bankster sitzen auf 18,2 bio. € Kreditrisiken, 44% ihrer gesamten Vermögensanlagen. Da kann Mutti noch viele Rettungsschirme spannen, mit dem Geld der ehrlichen Steuerzahler.
    bisher wurden die Rettungspakete für die bankster entgegen den Vereinbarungen fast ausschließlich für den Eigenhandel und zum Puschen der börsen verwendet. Die bankster haben es verlernt, Geld ehrlich zu verdienen.
    Nur durch ein Reset im Finanzsystem und die Trennung von Geschäfts- und Zockerbanken haben die westlichen industriestaaten die Möglichkeit einer konjunktureller Erholung. Alles andere führt ins Chaos. Das wäre die erforderliche radikale Zeitwende.

  • 18.01.2011, 12:17 UhrAnonymer Benutzer: An alle Pappnasen da draußen

    Klar werden wir verarscht und wir tun so als ob wir es nicht wüssetn, weil wir keinen Mut mehr haben, Nein, wir bedanken uns auch noch und lassen uns ein schlechtes Gewissen einreden, wenn wir unser Recht bzw. Gerechtigkeit wollen. Das ist der Zeitgewinn für die Verbrecherbande sich solange die Taschen zu stopfen, bis nichts mehr da ist. Jeder dieser Verbrecher bereitet sich schon auf die Flucht von dem sinkenden Schiff vor. Wie der Tunesische Ex-Präsident, werden die Europaletten mit Gold, Silber, Kunst, Schmuck, Diamanten beladen und noch ein paar Grundstücke und immobilien gekauft, wo der deutsche Staat bzw. die davon nach der Flucht der Verbrecher noch übrig sind zugreifen kann.
    Aber was ich eigentlich sagen will: Sind wir nicht selber Schuld, da wir uns regieren lassen müssen? brauchen wir zuhause auch jemand, der für uns entscheidet, was wir heute Essen oder was wir uns für Filme ansehen? Nein, also warum brauchen wir eine Regierung, die uns vorschreibt welche Strom wir brauchen, welche Medikamente wir brauchen, welche banken wir brauchen, welche Umwelt wir brauchenm, welche Krieg wir führen und gegen Wen?
    Wir bekommen dass, was wir verdient haben!
    Außerdem müssen wir froh sein, dass wir noch in einem Land wohnen, wo wir von Krieg, von schweren Naturkatastrophen, Vor dem Supergau eines AKW weitestgehend verschont geblieben sind. Dass ist nicht selbstverständlich! Wenn wir uns mal in die Lage der Menschen in z.b. Haiti versetzen, die nichts mehr haben, die nicht wissen was morgen ist, die nicht wissen wo sie schlafen können, wie es weitergeht, was sie essen können, woher evtl. gebrauchte Medizin kommt, usw.....
    Dann fällt mir auf, dass wir einschließlich mir, Weicheier, Jammerlappen, Egozentriker sind, die Mitleid heucheln, für Menschen in Haiti, aber selbst nicht bereit sind auch mal etwas abzugeben und wenn es nur eine Tätigkeit wäre, als Ehrenamt mit einer Spendenbüchse für die Opfer in Haiti oder sinstwo in der Welt! Die Antipathie gegen uns Europäer bzw. die industreinationen wird wachsen, da wir verlangen, dass andere kürzer treten und spren müssetn nur wir und unser ganzer Wasserkopf nicht. So etwas kann nur nach hinten losgehen.

    Schönen Tag an alle Egozentriker

  • 18.01.2011, 11:06 UhrAnonymer Benutzer: Kräftemangel

    @Jörg
    Vollkommen richtige Analyse! Und noch etwas:
    Wer glaubt, dass Geld einfach verschwindet, dem ist nicht mehr zu helfen. Ein perfekter Raub ist, wenn das Opfer denkt, dass das Geld nie da war. Die Vehikel zum perfekten Raub sind ganz unterschiedlich: Schrottimmobilien, wertlose Aktien, gefälschte Kunstobjekte, Gold (bei innerem Wert ca. 300 ?/1UZ, gesetzliche Rentenversicherung, Lebenversicherungen, Riester, Rührup und so weiter. Es geht heute nur noch um ein Prinzip: Der Kunde hat Geld in der Tasche. Wie kann dieses Geld von seiner Tasche in meine Tasche wandern? Herr Maschmeyer hat dieses Prinzip gelebt und perfektioniert. Für diese zweifelhafte Leistung meine Hochachtung. Die Enteignung des Steuerzahlers und der bürger läuft auf vollen Touren. Aber das Geld war ja sowieso nie da gewesen, siehe dümmlichen Artikel "Wir sind wie Alkoholiker", Rubrik Finanzen. Na dann Prost.

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