
Drei spanische Großbanken wollen zusätzliche 6,1 Milliarden Euro zurücklegen. Sie kommen damit einer Forderung der spanischen Regierung nach, die mit einer umfassenden Reform die Finanzbranche sanieren will. Banco Santander, die größte europäische Bank nach Marktkapitalisierung, erklärte am Dienstag, noch einmal 2,3 Milliarden Euro als Kapitalpuffer beiseite legen zu wollen.
BBVA, die zweitgrößte Bank des Landes, will sich nach dem Platzen der Immobilienblase mit 1,4 Milliarden Euro, Caixa, die Nummer drei, mit 2,4 Milliarden Euro gegen weitere Probleme wappnen.
Unterdessen haben tausende Menschen in Madrid gegen die Sparmaßnahmen der Regierung demonstriert. Rund 10.000 Angestellte des öffentlichen Dienstes marschierten am Dienstagabend lärmend durch die Straßen der spanischen Hauptstadt.
Sie protestierten gegen die Entscheidung der Regionalregierung, die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst zu verlängern und das Krankentagegeld zu kürzen. Die Gewerkschaften wenden sich zudem gegen Kürzungen im Gesundheitswesen und dem Pflegebereich.
Spanien ist von der internationalen Schuldenkrise und dem Platzen einer Immobilienblase schwer getroffen. Die Arbeitslosenquote liegt bei knapp 23 Prozent. Experten befürchten, dass das Land erneut in eine Rezession abgleitet.