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Schwache Börsengeschäfte: Morgan Stanley rutscht in die Verlustzone

Morgan Stanley sorgt für eine böse Überraschung: Die US-Investmentbank ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Die Börsengeschäfte waren noch schwächer als erwartet. Ganz andere Zahlen konnten dagegen die Großbank Wells Fargo und US Bancorp präsentieren.

Morgan Stanley rutscht in die roten Zahlen ab. Quelle: ap
Morgan Stanley rutscht in die roten Zahlen ab. Quelle: ap

HB NEW YORK. In der wiedererstarkten US-Finanzbranche tanzt die Investmentbank Morgan Stanley aus der Reihe. Schwächere Börsengeschäfte drückten das Institut im dritten Quartal überraschend in die Verlustzone. Nach einem Gewinn von knapp einer halben Milliarde Dollar vor Jahresfrist wies das Geldhaus am Mittwoch ein Minus von 91 Mio. Dollar aus.

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Zuvor hatten zahlreiche Rivalen trotz des Abschwungs an den Kapitalmärkten im Sommer mit Milliardengewinnen glänzen können.

Nachdem Morgan Stanley noch im zweiten Quartal mit einem Milliardengewinn überzeugt hatte, offenbarte nun vor allem die Wertpapiersparte Schwächen. Eine Zurückhaltung der Kunden sei deutlich spürbar gewesen, erklärte das Institut. Die Einnahmen aus dem Zins- und Handelsgeschäft brachen um 57 Prozent auf 846 Mio. Dollar ein. Auch die Vermögensverwaltung konnte dies nicht auffangen. Hier legten die Einnahmen nur geringfügig um ein Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar zu.

Die Aktie büßte im frühen Handel an der Wall Street rund zwei Prozent ein.

"Nach den guten Zahlen von Citigroup und JP Morgan war vor allem das Anleihe- und das Aktiengeschäft eine Enttäuschung", sagte Branchenexperte Cormac Leech von Canaccord Genuity. Damit verlor Morgan Stanley auf seinen größten Rivalen Goldman Sachs wieder an Boden. Analyst Brad Hintz von Stanford C. Bernstein sieht das Geldhaus deswegen auch an einem Scheideweg. "Morgan Stanley ist wie eine Raupe in der Verwandlungsphase. Entweder wird sie wird zu einem schönen Schmetterling oder von einem Vogel gefressen."

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