
HB EDINBURGH Die Royal Bank of Scotland(RBS) wies im zweiten Quartal einen Gewinn von 257 Mio. Pfund (309 Mio Euro) aus. Im ersten Quartal hatte die Bank noch ein Minus von 248 Mio. Pfund verbucht.
Die Abschreibungsverluste schrumpften auf 2,49 Mrd. Pfund von zuvor 2,68 Mrd. Pfund. Gut lief den Angaben nach unter anderem das Privatkundengeschäft. Das Investmentbanking schwächelte hingegen. Hier brachen die Einnahmen im Vergleich zum Vorquartal um 31 Prozent ein. Die Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen. RBS-Aktien gewannen im frühen Londoner Handel 2,2 Prozent. Damit bleibt die Royal Bank of Scotland trotz ihres Quartalsgewinns hinter den teils blendenden Zahlen der Konkurrenten wie HSBC, Barclays oder auch Lloyds zurück.
Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche stand wegen der Krise und dem aggressiven Expansionskurs kurz vor dem Aus. Im vergangenen Jahr betrug der Fehlbetrag 3,6 Mrd. Pfund. 2008 verzeichnete die Bank mit 24,3 Mrd. Pfund den größten Verlust in der Geschichte Großbritanniens. Die RBS musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates.