
ZürichIhre Verwicklung in den Libor-Skandal und Kosten für den geplanten Kahlschlag im Investment-Banking haben der UBS zum ersten Mal seit der Finanzkrise wieder rote Zahlen eingebrockt. Unter dem Strich verbuchte die größte Schweizer Bank einen Jahresverlust von 2,5 Milliarden Franken (zwei Milliarden Euro), wie sie am Dienstag mitteilte.
Zugleich baute das Finanzinstitut im vergangenen Jahr seine Bilanzrisiken ab. Die Eigenkapitalquote auf der Basis von Basel III stieg auf 9,8 Prozent von 9,3 Prozent Ende September. Die Bank ist nahe daran, die ab 2019 geforderten Mindestquote von zehn Prozent frühzeitig zu erfüllen. Die Dividende soll um 50 Prozent auf 0,15 Franken je Aktie erhöhte werden.
Den zehnten Platz im Geschäft mit Unternehmenskäufen und Zusammenschlüssen in Europa errang 2012 das Finanzhaus Lazard. Die Institut betreute Transaktionen im Wert von 129,4 Milliarden Dollar.
Quelle: Mergermarket
Die Credit Suisse betreute Fusionen und Übernahmen im Wert von 172,4 Milliarden Euro.
Die Bank Rothschild betreute 2012 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 183,8 Milliarden Dollar.
Die US-Bank JP Morgan erreichte 2012 in Europa ein Transaktionsvolumen von 197,2 Milliarden Dollar.
Bank of America Merrill Lynch wies Deals über 200,5 Milliarden Dollar auf.
Die Citigroup betreute Transaktionen in Höhe von 206,4 Milliarden Dollar.
Die britische Bank Barclays war 2012 europaweit an Deals über 261,7 Milliarden Dollar beteiligt.
Den dritten Platz bei Übernahmen und Fusionen erlangte 2012 die Deutsche Bank mit 264,2 Milliarden Dollar.
Die US-Großbank Goldman Sachs erreicht 2012 in Europa ein Deal-Volumen von 295,1 Milliarden Dollar.
Den Spitzenplatz im Geschäft mit Fusionen und Übernahme in Europa erlangte 2012 die US-Bank Morgan Stanley mit 297,1 Milliarden Dollar.
Der Verlust kam für Experten nicht überraschend. Die Bank hatte vor Weihnachten allein für das vierte Quartal ein Minus von bis zu 2,5 Milliarden Franken in Aussicht gestellt. Analysten hatten mit einem Jahresfehlbetrag von rund drei Milliarden Franken gerechnet. Vorbörslich lag die UBS-Aktie 1,4 Prozent im Minus.
Trotz tiefroter Zahlen zahlt die UBS für das Geschäftsjahr 2012 Boni von 2,5 Milliarden Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen die leistungsabhängigen Zuteilungen damit um sieben Prozent, wie die Bank erklärte. Der Bonus-Pool habe damit den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Finanzkrise erreicht.
Bei der UBS hat der Druck von Großaktionären dazu beigetragen, ein neues Vergütungssystem einzuführen. Demnach sollen die Angestellten einen geringeren Anteil in Bar erhalten, die Auszahlung soll später erfolgen. Zudem dürfen höchstens 2,5 Prozent des bereinigten operativen Ergebnisses als Bonus an die Konzernleitung ausgeschüttet werden.
Rang 1 (Vorjahr: 1)
331,1 Milliarden Dollar
172 Transaktionen
Rang 2 (Vorjahr: 2)
260,6 Milliarden Dollar
136 Transaktionen
Rang 3 (Vorjahr: 3)
260 Milliarden Dollar
145 Transaktionen
Rang 4 (Vorjahr: 6)
215,7 Milliarden Dollar
90 Transaktionen
Rang 5 (Vorjahr: 4)
195,9 Milliarden Dollar
133 Transaktionen
Rang 6 (Vorjahr: 7)
195,5 Milliarden Dollar
110 Transaktionen
Rang 7 (Vorjahr: 10)
175,6 Milliarden Dollar
91 Transaktionen
Rang 8 (Vorjahr: 5)
159,4 Milliarden Dollar
107 Transaktionen
Rang 9 (Vorjahr: 9)
146,9 Milliarden Dollar
217 Transaktionen
Rang 10 (Vorjahr: 13)
137,5 Milliarden Dollar
126 Transaktionen
Thomson Reuters, ausgewerteter Zeitraum: 1. Januar bis 18. Dezember 2012
Ein Teil der Vergütung verfällt, wenn das Kernkapital der Bank einen Schwellenwert unterschreitet. Dies betrifft die 6500 höchsten Angestellten. Diese sollen künftig Anleihen erhalten, die mit einer sogenannten „bail-in“-Option versehen sind. Das bedeutet, dass die Bank diese Papiere in Eigenkapital umwandeln kann – und damit die Boni den Angestellten entzieht. Das soll geschehen, sobald die Eigenkapitalquote der Bank in einer Schwächephase unter sieben Prozent sinkt. Damit folgt die UBS als erste Bank der Empfehlung des finnischen Zentralbankpräsidenten Erkki Liikanen.

Wenn das die besten Eliten sind, die man heute noch für Geld kaufen kann, na dann gute Nacht.

Oh doch, das ist nicht nur vorstellbar, das ist sogar so. Die UBS agiert in einem Land mit freier Wirtschaft. Weniger frei sind die Restriktionen fremdregierten Ländern, wie z.B. Deutschland!

Trotz Milliardenverlusten überhaupt Boni-Zahlungen?! In der freien Wirtschaft kaum vorstellbar.
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