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Schweizer Privatbank: Julius Bär lässt sich von Ex-Merrill-Lynch-Managern beraten

Die Schweizer Privatbank will sich bei der Übernahme des Vermögenssparte von Merrill Lynch von deren Managern beraten lassen. Die Ex-Führungskräfte sollen vor allem dafür sorgen, dass die Kundenberater bleiben.

Die Zürcher Bank Julius Bär holt sich bei einer Übernahme Hilfe von Merrill Lynch – dem Unternehmen, dessen Vermögenssparte sie kaufen. Quelle: Reuters
Die Zürcher Bank Julius Bär holt sich bei einer Übernahme Hilfe von Merrill Lynch – dem Unternehmen, dessen Vermögenssparte sie kaufen. Quelle: Reuters

ZürichDie Schweizer Privatbank Julius Bär holt sich für die Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch Verstärkung. Fünf ehemalige Merrill Lynch-Spitzenmanager sollen die Führungskräfte vor Ort beraten, wie sich die Geschäfte „reibungslos zusammenführen lassen und wie sie gemeinsam voranschreiten können“, erklärte die Zürcher Bank am Freitag. Die Beratergruppe, die von Bär-Chef Boris Collardi und dem ehemaligen Merrill Lynch International-Chairman Winthrop Smith geleitet wird, solle dazu beitragen, dass die im August angekündigte Übernahme bis 2014 erfolgreich zu Ende gebracht werden kann.

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Ein Bär-Sprecher trat Spekulationen entgegen, der Schritt sei eine Reaktion auf Probleme bei der Zusammenlegung der beiden Geschäftseinheiten. Die Integration komme gut voran und der formelle Vollzug der Transaktion sei für den 1. Februar geplant.

Beobachter gehen davon aus, dass eine Hauptaufgabe der Ex-Manager darin bestehen dürfte, die wichtigsten Merrill Lynch-Kundenberater von einem Absprung abzuhalten. Reichen Leuten ist der persönliche Berater meistens wichtiger als die Bank selbst und sie folgen ihren Beratern oft von einem Geldhaus zum nächsten. Käufer von Vermögensverwaltungsgeschäften sind deshalb bestrebt, Berater mit großem Kundenstamm mit finanziellen Anreizen und anderen Maßnahmen bei der Stange zu halten.

UBS, Credit Suisse und andere Schweizer Banken

Bär rechnet nach früheren Angaben damit, dass mehr als zehn Prozent der Merrill Lynch-Kunden abspringen und von den 81 Milliarden Franken verwalteten Vermögen höchstens 72 Milliarden Franken bei Bär landen. Dass möglichst viele Kunden zu der Schweizer Bank wechseln, liegt auch im Interesse der Amerikaner. Bär bezahlt nur für Vermögen, die tatsächlich übertragen werden. Falls es 72 Milliarden sind, wird Bär 860 Millionen Franken auf den Tisch legen. Bär selbst verwaltet für reiche Kunden knapp 190 Milliarden Franken.

Mitglied der Beratergruppe ist neben Smith auch der frühere Chef von Merrill Lynch Schweiz, Alfred Berger. Die anderen drei, Jose Malbran, Raymundo Yu und Makram Zaccour, waren für Merrill Lynch in Lateinamerika, Asien und im Nahen Osten an leitender Stelle tätig.

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