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Spareinlagen: Reform der Einlagensicherung alarmiert Banken

Die von der EU-Kommission geplante Reform versetzt die deutsche Kreditwirtschaft in helle Aufregung. Auch für die deutschen Sparer könnte das neue Sicherungsmodell erhebliche Nachteile mit sich bringen.

Die Europäische Kommission will die Sicherung der Spareinlagen europaweit angleichen. Quelle: dpa
Die Europäische Kommission will die Sicherung der Spareinlagen europaweit angleichen. Quelle: dpa

BERLIN/BRÜSSEL/FRANKFURT. Der private Bankenverband BdB befürchtet, dass die neue EU-Einlagensicherung sein verbandseigenes Einlagensicherungssystem in Frage stellen könnte. Das aber würde bedeuten, dass für die deutschen Sparer die Einlagensicherung von einem jetzt weitaus höheren Niveau auf lediglich 100 000 Euro fallen würde.

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Sollte dem so sein, brächte die Reform drei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise für die Sparer in Deutschland Verschlechterungen mit sich. Derzeit liegt die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland bei 50 000 Euro. Die Sicherung der Verbände geht jedoch weit darüber hinaus.

Der BdB prüfe zurzeit, ob der Gesetzentwurf der EU-Kommission, der am Montag in Brüssel vorgestellt wird, auch die freiwillige Sicherungseinrichtung der privaten Banken betrifft, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des BdB, Hans-Joachim Massenberg, dem Handelsblatt.

Die öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Institute ziehen diesmal an einem Strang, denn auch sie befürchten eine Beschneidung der deutschen Systeme, im Extremfall sogar eine Abschaffung, weil sie einer europaweiten Vereinheitlichung im Wege stehen.

Der BdB will auf jeden Fall an seinem Einlagensicherungssystem festhalten, weil er ansonsten erhebliche Wettbewerbsverzerrungen befürchtet. Konkret hat der Verband die Sorge, dass bei einer Absicherung von nur bis zu 100 000 Euro die Kunden verstärkt den Sicherungssystemen von Genossenschaftsbanken und Sparkassen vertrauen könnten, die die Einzelinstitute auffangen. Mit der Sicherung der Einlagen soll den Verbrauchern Sicherheit gegeben werden, damit Kunden bei einer Krise nicht massenweise Geld abziehen wie es 2007 bei der britischen Northern Rock geschah.

  • 12.07.2010, 16:42 UhrAnonymer Benutzer: Grenzenlose Inkompetenz beim Handelsblatt

    ich bin fassungslos über so viel inkompetenz. Da werden Sie auf einen groben inhaltlichen Patzer hingewiesen – und Sie beschönigen den Fehler und ersetzen ihn durch einen neuen Fehler.

    Die Aussage, die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland betrage „derzeit“ 100.000 Euro, kommt – entgegen ihrer beschönigenden behauptung - an keiner einzigen anderen Stelle des Artikels vor.

    Und das ist auch gut so. Denn die Aussage ist ebenfalls falsch. Die gesetzliche Einlagensicherung liegt derzeit bei 50.000 Euro. Punkt. Sie wird erst zum Jahreswechsel (übrigens aufgrund von Vorgaben der bösen EU) auf 100.000 Euro angehoben.

    inhaltliche Fehler durch neue Fehler zu ersetzen, obwohl ihnen der Leser mit dem benutzernamen „ich“ den Sachverhalt in leicht verständlicher Form erläutert hat, zeigt in der Tat, dass hier offenbar Menschen über Dinge schreiben, von denen sie keinerlei Ahnung haben.

    Peinlich, Handelsblatt.

  • 12.07.2010, 15:07 UhrAnonymer Benutzer: Karl Mocnik

    Nur die Sparunmündigen zerstören das Land!
    Mtl. werden in Österreich 10% vom zirkulierenden Geld, d. i. 10% von 20 Mrd Euro, also 2 Mrd. Euro, bewegt und zwar im ViERTAKT: a) angespart, b) kreditiert, zugleich c) getilgt und d) von anderen Sparern abgehoben. Man darf daher mtl. nicht mehr als 2 Mrd. abheben, denn mehr ist nicht da, selbst dann nicht, wenn alle Sparer zusammengenommen, wie derzeit, ca. 300 Mrd. Euro angespart haben. Das ist eine Spargeldanspruchssumme, die iN GELD nicht existiert, nie existierte und auch nie existieren wird. Die Regierung ist verpflichtet, jeglichen plötzlich ausgelösten RUN unmöglich zu machen, durch gesetzlich kontingentierte Auszahlungen der banken. Weil die zahlreichen bürger selbst kaum Spargelder haben, besitzen die ganz wenigen großen Sparer kein Recht zu einem die Wirtschaft schädigenden RUN.

  • 12.07.2010, 11:54 UhrAnonymer Benutzer: Handelsblatt Online

    Liebe Leser,
    Sie haben völlig Recht, natürlich ist die Summe von einer Million Euro falsch und 100.000 Euro richtig. Diese Summe wurde im Text an anderen Stellen ja auch mehrfach genannt. Es handelt sich um einen technischen Fehler, der nicht den Autoren des Textes anzulasten ist. Er wurde inzwischen korrigiert.

    beste Grüße und bleiben Sie uns gewogen,
    ihr Team von Handelsblatt Online

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