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Sparkassenpräsident: „Banken verkaufen alle ihre Griechen-Anleihen“

Die LBBW hat massiv Griechenland-Anleihen verkauft. Der Aufsichtsrat und baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider kritisiert im Interview mit dem Handelsblatt die Euro-Politik der Regierung.

Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg. Quelle: AP
Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg. Quelle: AP

DüsseldorfIn jedem Aufsichtsrat werde gefragt: „Habt ihr Griechenland-Anleihen? Warum verkauft ihr nicht?“ Ein Verkauf der Anleihen gehe natürlich nur, wenn der Markt die Papiere abnehme, so Schneider. Zum Volumen äußerte er sich nicht konkret. Der CDU-Politiker verwies dazu nur auf Presseberichte, dass die deutsche Finanzwirtschaft ihr Engagement in etwa halbiert habe. Die Angaben reichen von einem Drittel bis zur Hälfte. Schneider: „Da fällt die LBBW weder nach oben noch nach unten auf.“

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Die Banken hatten dagegen 2010 der Regierung noch versprochen, keine Griechenland-Anleihen zu verkaufen. Schneider sagte dazu: „Alle tun das. Sie können doch nicht um einen Beitrag zur Stabilisierung bitten und dann plötzlich einen Gläubiger-Schnitt ins Spiel bringen.“ Wenn die Regierung damals gesagt hätte: „Haltet die Anleihen, und wir plädieren dann für eine sanfte Umschuldung“, wäre sie von jedem ausgelacht worden.

Bei der Sanierung der LBBW sei einiges passiert. Baden-Württemberg habe entscheidende Konsolidierungsschritte gemacht: die Integration der Landesbank Rheinland-Pfalz und die Übernahme der SachsenLB. Der dritte Schritt sei die Restrukturierung des eigenen Hauses. „Wir liegen in allen Bereichen deutlich über Plan“, sagte Schneider. Er nannte konkret den Abbau der Portfolios, dem Abverkauf der Beteiligungen, der Reduktion der Bilanzsumme und den Abbau der Risikoaktiva. Die Bank habe sich vorgenommen, bis 2013 rund 2500 Stellen abzubauen. Mehr als die Hälfte sei schon geschafft.

  • 10.07.2011, 23:24 UhrAnonymer Benutzer: R.Ruf

    Griechenland ist deshalb ein hoffnungsloser Fall weil von den Ankündigungen nur das wenigste auch gemacht werden wird. Wenn andere Länder in der Falle säßen wie jetzt Griechenland, könnten sie sich möglicherweise mit eigenen Anstrengungen wieder befreien, die Griechen nicht.Sie urteilen zu schematisch, weil Sie die griechische Mentalität nicht kennen, die zu studieren ich ausreichend Gelegenheit hatte.

  • 10.07.2011, 22:55 UhrAndre

    Es sind insbesondere vermögende Privatanleger, die jetzt Griechenanleihen kaufen. Griechenland ist kein hoffnungsloser Fall, denn das sinkende Lohnniveau und die anstehenden Privatisierungen in Griechenland lassen in 1 bis 2 Jahren eine Kehrtwende erreichen. Die Gewinne jener, die jetzt die Griechenanleihen kaufen, werden dann gigantisch sein. Die Idioten der LBBW haben hingegen durch den vorschnellen Verkauf der Griechenanleihen hohe Milliardenverluste endgültig realisiert. Wie kann man nur so blöd sein, und am Tiefpunkt einer Krise Wertpapiere verkaufen. Das gibt es sicherlich nur bei staatlichen Banken, deren Eigentümer die Steuerzahler sind.

  • 10.07.2011, 21:40 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    Ich frage mich nur: Wer kauft diese Papiere? Das kann doch wohl nur die Bad-Bank "EZB" sein. Und der Hasardeur Trichet wird auch noch mit Orden überschüttet. Man faßt das alles nicht. Es bleibt nur noch Verachtung.

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