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Stresstest-Ergebnis: Irlands Banken werden zum Fass ohne Boden

Angeblich sind sie nicht systemrelevant. Irlands Banken machen Europa aber dennoch große Sorgen. Die krisengeschüttelte Institute brauchen 24 Milliarden Euro zusätzliches Geld. Hilft jetzt auch die EZB?

Im Visier der Finanzwächter: die Bank of Ireland. Quelle: dapd
Im Visier der Finanzwächter: die Bank of Ireland. Quelle: dapd

Dublin/BerlinMit einem erneuten milliardenschweren Kraftakt will Irland endlich einen Schlussstrich unter seine Bankenkrise ziehen. Die bereits mit extrem hohen Staatshilfen am Leben gehaltene Branche braucht zusätzliche 24 Milliarden Euro, wie die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse eines nationalen Stresstests zeigen.

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Das Kapital soll den Geldhäusern vor allem helfen, etwaige Verluste im Zuge einer weiteren Abschwächung der einst so wachstumsstarken irischen Wirtschaft zu verkraften. Damit einher geht eine Radikalkur für den über Jahre aufgeblähten Sektor, dem das Platzen einer Immobilienblase das Genick brach.

Finanzminister Michael Noonan sagte vor dem Parlament, sein Land könne den Banken 17,5 Milliarden Euro aus dem Staatssäckel zur Verfügung stellen. Dass andere Kreditgeber nun Schlange stehen, ist nicht zu erwarten. „Es wird sehr, sehr schwer für diese Banken, das geforderte Kapital einzusammeln“, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets in London. Dies könnte zusätzliche Hilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) nötig machen.

Es wird erwartet, dass die EZB das kränkelnde Euro-Land an zusätzliche, mittelfristige Liquiditätströpfe anschließen wird.

Ursprünglich sollte dies unmittelbar nach Veröffentlichung der irischen Sanierungspläne bekanntgegeben werden, aus der Euro-Zonen-Kreisen verlautete. Unstimmigkeiten im EZB-Rat hätten aber zu einer Verschiebung geführt. Noonan sagte, die EZB habe solche Finanzierungshilfen zugesichert, ohne sich auf ein formelles Verfahren festzulegen. Sollten solche mittelfristigen Liquiditätsspritzen ausbleiben, droht dem Land eine drastische Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur S&P.

  • 01.04.2011, 01:09 Uhrdigiteach

    Axel Weber hat dazu den Kommentar des Tages abgegen. Warum sollen deutsche Steuerzahler unwirtschaftliche irische Banken vor dem Untergang retten? Banken sind Unternehmen wie jedes andere. Lasst den Markt entscheiden welche Institute überleben sollen. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/weber-warnt-vor-blankochecks/4009296.html

  • 31.03.2011, 20:26 UhrAnonymer Benutzer: Island

    Die Regierung aus Irland hat wider besseres Wissen die einheimischen Banken gestützt. Diese Aktion war unnötig.

    Banken besitzen zwar eine Volkswirtschaftliche Rolle aber keine Bank auf der Welt ist „Systemrelevant“. Wenn die Banken „PLEITE“ sind müssen sie abgewickelt werden.

    Wenn die Regierung in Dublin ihre Banken nach Angloamerikanischen Regeln bilanzieren ist die Rendite eine Bank zwar größer aber die Chance auf eine PLEITE ebenfalls.
    (Stichwort: Bilanzieren nach dem aktuellen Marktpreis)

    Das Risiko ist jedem Land bekannt!


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