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Stresstests: Deutsche Bank verunsichert Anleger

Das Stresstest-Ergebnis der Deutschen Bank hat viele Marktteilnehmer enttäuscht: Im härtesten Stressszenario verringert sich die Eigenkapitalquote der Bank um 23 Prozent auf dann noch 9,7 Prozent. Die Bank muss sich Kritik gefallen lassen, weil sie ihre Bestände an Staatsanleihen nicht offengelegt hat. Jetzt lenkt sie ein.

Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt: Der Branchen-Primus hat Analysten verunsichert. Quelle: ap
Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt: Der Branchen-Primus hat Analysten verunsichert. Quelle: ap

FRANKFURT. Das Stresstest-Ergebnis der Deutschen Bank hat viele Marktteilnehmer enttäuscht: Im härtesten Stressszenario verringert sich die Eigenkapitalquote der Bank um 23 Prozent auf dann noch 9,7 Prozent. Härter trifft es in Deutschland nur die WestLB und die Hypo Real Estate (HRE). Deren Eigenkapitalquote halbiert sich jeweils. Für Kritik sorgte zudem, dass die Deutsche Bank zu den sechs deutschen Instituten zählt, die zunächst keine detaillierten Angaben zu ihrem Staatsanleihe-Bestand machte.

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Vor allem bei der Deutschen Bank hatte die Zurückhaltung beim Staatsanleihe-Engagement für Kopfschütteln gesorgt: Die Analysten der Citigroup bezeichneten es als "überraschend", dass ausgerechnet die Deutsche Bank diese Daten nicht veröffentlicht habe, obwohl sie gerade beim Stressszenario mit den Staatsrisiken europaweit am zweitschlechtesten abschnitt. Sie verlor dabei 2,8 Mrd. Euro. "Die angelsächsischen Analysten finden sich durch die Stresstests bestätigt, dass die Kapitaldecke der Deutschen Bank zu dünn ist", sagte ein deutscher Analyst.

Banken nennen Daten jetzt doch

Die europäischen Stresstests sollten das Vertrauen in den Finanzsektor stärken. 91 Banken wurden geprüft, wie gut sie für eine Konjunkturflaute und Turbulenzen an den Staatsanleihemärkten gerüstet sind. Kritiker monierten, die Tests seien nicht hart genug. Ein Kritikpunkt: Die Aufseher unterstellten bei Staatsanleihen nur Kursverluste und keine mögliche Umschuldung. Daher hatten sich viele Experten für die genaue Auflistung der Staatsanleihe-Bestände interessiert.

In Deutschland hielten jedoch insgesamt sechs Banken diese Angaben, die juristisch freiwillig waren, zurück: Deutsche Bank, Postbank, Landesbank Berlin, DZ Bank, WGZ Bank und Hypo Real Estate (HRE). Das hatte der Generalsekretär des europäischen Ausschusses der Bankenaufseher (CEBS), Arnoud Vossen, in einem Interview kritisiert. Europaweit hielt nur noch eine einzige griechische Bank diese Information zurück. Equinet-Analyst Philipp Häßler bezeichnete die fehlenden Informationen ebenfalls als "unglücklich". Das könne kurzfristig für Misstrauen im Markt sorgen, sagte er.

  • 26.07.2010, 23:35 UhrAnonymer Benutzer: Rudi

    Das größte Risiko wären Staatsbankrotte, aber auf der anderen Seite würde die EZb letztlich soviele und solange Staatsanleihen aufkaufen das Ruhe reinkommt. Was Sie ja auch schon macht! 60Milliarden aktuell....die nächsten Jahre sollte dieses System noch ganz gut funktionieren.

  • 26.07.2010, 23:01 UhrAnonymer Benutzer: bodo

    Das einzige Risiko, das Europas banken droht, ist ein Staatsbankrott, z.b. Griechenlands. Und gerade dieses allen bekannte Risiko wurde bei dem völlig wertlosen Stresstest ignoriert. Deutschland und Frankreich wären in solchem Fall die Hauptgeschädigten.

  • 26.07.2010, 21:53 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @weiter die wahrheit verleugnen was bleibt auch anderes übrig,das schöne an der realität ist selbst die gewinner am euro müssen entsetzt feststellen,das es immer schneller geht und der zusammenbruch nur noch eine frage der zeit ist.stresstest ab absurdum,geführt.wo ist der reset schalter ihr werdet ihn sehr schnell finden wie in afgahnistan.

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