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Systemrelevante Institute: Aufsicht stellt Krisenkatalog für Banken vor

exklusiv Wann ist eine Bank systemrelevant? Internationale Aufseher haben sich auf fünf Kriterien geeinigt, mit denen die Häuser bestimmt werden sollen, deren Zusammenbruch für das globale Finanzsystem besonders gefährlich wäre.

Die Skyline von Frankfurt am Main. Quelle: dapd
Die Skyline von Frankfurt am Main. Quelle: dapd

FrankfurtInternationale Bankaufseher haben sich auf Kriterien für systemrelevante Banken geeinigt. "Man hat sich auf eine objektive Methodik geeinigt", erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen des Baseler Bankenausschusses. Das Gremium hat sich vergangene Woche weitgehend auf fünf Kriterien geeinigt, mit denen die Institute bestimmt werden sollen, deren Zusammenbruch für das globale Finanzsystem besonders gefährlich wäre.

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Anhand dieser Merkmale sei bereits eine Rangliste der weltweit systemrelevantesten Banken erstellt worden, berichteten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen dem Handelsblatt. Bis zum Sommer wollen die Aufseher eine Liste mit 15 bis 30 Banken erstellen, für die noch strengere Aufsichtsregeln als für normale Banken gelten sollen. Außerdem sollen diese Institute auch noch mehr Eigenkapital vorhalten müssen.

Diese Kapitalzuschläge sollen danach gestaffelt sein, wie systemrelevant eine Bank ist. Das heißt, je relevanter, desto teurer wird es. "Das Konzept ist progressiv gestaltet. Es gibt für die Institute also einen Anreiz, sich weniger systemrelevant zu machen", hieß es in Verhandlungskreisen.

Wie viele Banken genau auf die Liste kommen, steht noch nicht genau fest. "Man hat sich nur auf die Methode geeinigt, mit der die Institute identifiziert werden sollen", hieß es in Verhandlungskreisen. Durch die Rangliste sei aber klar, in welcher Reihenfolge sich Institute für diese Liste qualifizieren.

Zu den fünf Kriterien, die künftig als Maßstab gelten sollen, zählen die Größe einer Bank, ihre Vernetzung mit anderen Banken, ihre Komplexität, das Ausmaß ihrer globalen Aktivitäten sowie ihre Ersetzbarkeit. Die schiere Größe der Bank ist dabei der dominierende Faktor. "Die vier anderen Kriterien kommen zu meist ganz ähnlichen Ergebnissen wie der Faktor Größe", sagte ein Beteiligter.

Der Widerstand gegen die Kapitalzuschläge für systemrelevante Banken ist groß. "Eine Liste vermeintlich systemischer Unternehmen des Finanzsektors ist nicht zielführend", heißt es in einem Positionspapier des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), das dem Handelsblatt vorliegt.

Stattdessen schlägt der BdB nicht näher benannte "Instrumente für ein frühzeitiges Einschreiten der Aufsicht" vor sowie einen von Banken getragenen Rettungsfonds für "marktspezifische" Risiken, dessen Beiträge sich am systemischen Risiko einer Bank bemessen.

  • 17.06.2011, 14:36 UhrSilvercoin82

    hier haben einige von euch echt nicht das girale Geldschöpfungssystem verstanden! Seit 2007 befinden wir uns im Sozialismus. Faktisch alle Banken sind nur durch kurzfristig legalisierte Bilanzierungänderungen am Leben.

  • 15.03.2011, 09:31 UhrAnonymer Benutzer: Zimmer

    Was wäre schlimm daran? Der Ansatz ist doch in Ordnung und nach der Konsolidierung, hätten wir eine Stabilität, auf der aufgebaut werden könnte.

    Die alternative ist doch wie lange kann man den Tiger noch reiten? Die Konsolidierung kommt doch zwangsläufig - nur dann von einem noch höheren Niveau.

  • 15.03.2011, 09:28 UhrAnonymer Benutzer: Zimmer

    Guter Ansatz, wenn die "systemrelevanten" Banken untereinander in einen Rettungsfonds einzahlen.

    Wer ist systemrelevant? Ewta die Deutsche Bank mit ihrem aggressiven Renditeziel von 25 % oder die Commerzbank, die bereits mit 18 Mrd. Euro gestützt werden musste oder ist es die kleine Raiffeisenbank mit ihrem angehängten Warengeschäft?

    Wäre es nicht konsequente Fortführung der Politik dafür zu sorgen, dass die vielen kleinen Banken einzahlen damit "oben" die Bonizahlungen weiterhin fließen können. Heißt es nicht an der Börse, dass das Geld in starke Hände gehört. ;-)

    Der Vorschlag kann gut werden, muss aber nicht. Eines ist jedoch bekannt, dass die "kleinen" keine Lobby haben und sich auch nicht leisten können. Wer in der Politik kann sich erlauben eine verbracherorientierte Politik zu betreiben? Wie wird es also ausgehen? Wie immer?

    Richtig wäre es, von denen, die gestützt werden müssen die Beiträge einzufordern. Und zwar ausschließlich. Sonst findet wieder eine Fehlsteuerung, der Transfer von den "kleinen" an die Bonusempfänger statt.

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