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Tag nach Wieandt-Abgang: Die neue HRE-Spitze muss viele Probleme lösen

Die verstaatlichte Krisenbank HRE hat 2009 trotz eines Milliardenverlusts besser abgeschnitten als erwartet. Doch bei der Vorlage der Zahlen interessierte vor allem einer, der nicht mehr dabei war: der völlig überraschend abgetretene Chef Axel Wieandt. Bei der Such nach Gründen für seinen Abgang gibt es erhellende Neuigkeiten.

Die neue HRE-Chefin Manuela Better musste gleich die Bilanz erklären. Quelle: dpa
Die neue HRE-Chefin Manuela Better musste gleich die Bilanz erklären. Quelle: dpa

MÜNCHEN. Mit ernsten Mienen betreten die neue Chefin Manuela Better und Finanzvorstand Alexander von Uslar den Saal. Wie ernst die Lage ist, zeigt sich schon daran, dass Aufsichtsratschef Bernd Thiemann sich ebenfalls aufs Podium setzt. Und Thiemann kommt unmittelbar zur Sache. Er sei mitgekommen, um "den ungeplanten Abgang zu erläutern", sagt er. Einen grauen Anzug trägt Thiemann, der Scheitel ist wie immer korrekt gezogen.

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Überraschend sei der Rücktritt Wieandts, in der Sache und vom Zeitpunkt her. Verantwortlich seien "Meinungsverschiedenheiten im Verhältnis zum Alleineigentümer". Es war wohl auch ein kultureller Konflikt. Wieandt, sagt Thiemann, sei ein "vorwärtsstürmender Vorstand". Der wolle natürlich Klarheit - zum Beispiel in Sachen Kapitalerhöhung - und eine leistungsgerechte Entlohnung für seine Mitarbeiter.

Auf der anderen Seite stehe der Staat, der die Bank gerettet hgabe und jetzt penibel auf die Steuergelder achten müsse. An einer Boni-Diskussion sei der Bund natürlich gerade bei der HRE nicht interessiert. Vor diesem Hintergrund habe der Aufsichtsrat den Rücktritt annehmen müssen. "Keiner ist unersetzbar." In der Strategie, das betont Thiemann, gebe es keinen Dissens. Wieandt habe sich "um die Geschicke der HRE verdient gemacht".

Einen undankbare Aufgabe für Manuela Better. Im grauen Kostüm sitzt sie auf dem Podium, vor sich die Rede, die eigentlich Axel Wieandt heute halten sollte. Der Text wurde nicht mehr groß umgeschrieben, nur der Name Wieandts vom Deckblatt genommen. Auch dies zeigt, wie sehr alle von Wieandts Schritt überrascht wurden. Geknirscht hatte es zwar schon lange. Doch dass er hinwirft, das haben selbst enge Vertraute erst am Vortag erfahren.

  • 26.03.2010, 14:50 UhrAnonymer Benutzer: Cad

    Gut, dass der Staat unser Geld wenigstens nicht gleich wieder im hohen bogen zum Fenster raus (Gierhälsen in den Rachen) wirft. Die "boni"-banker sind ohnehin alle nur 3.klassige Mitarbeiter, wie die Finanzkrise bewiesen hat. Wenn sie aber wenigstens Mitarbeiter wären. Tatsächlich sind alle banker ja beamte - so muß man sie nach den ganzen Rettungspacketen ja betrachten - ganz gleich ob Deutsche bank, Commerzbank oder HRE, alle profitieren sie von diesen Rettungspaketen. Und gemessen an wirklichen beamten sind diese "bankbeamten" noch besonders ineffizient. bleibt nur zu hoffen, dass die sich in Zukunft besser um unsere Gelder kümmern.

  • 26.03.2010, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Holzauge

    Fein! Jetzt hat der Staat das Vergütungsproblem unmittelbar am Hals. Aus der Ferne läßt sich prächtig theoretisieren und zum Fenster hinaus reden. Jetzt wird daraus Praxis und der Staat muß sehen, wie er die bruchbude zusammenhält und neu aufstellt. Mit drittklassigen Mitarbeitern wird das nie gelingen.

    Holzauge

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