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Toxische Hypothekenpapiere: US-Behörde überzieht Banken mit Milliardenklagen

Den Großbanken in den USA geht es jetzt richtig an den Kragen: Die Aufsichtsbehörde reicht Klagen in Milliardenhöhe ein. Es scheint doch so zu kommen, dass die Institute für die Schäden der Finanzkrise aufkommen müssen.

Manhattan zittert: Viele Banken müssen eine Klage befürchten. Quelle: Reuters
Manhattan zittert: Viele Banken müssen eine Klage befürchten. Quelle: Reuters

New YorkDie Aufsichtsbehörde der US-Genossenschaftsbanken geht gegen JP Morgan und Royal Bank of Scotland vor. Die National Credit Unions Association (NCUA) hat die beiden Institute gestern auf mehr als 800 Millionen Dollar Schadensersatz im Zusammenhang mit dem Verkauf toxischer Hypothekenpapiere an Genossenschaftsbanken verklagt.

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Die Maßnahme ist aber nur der Beginn einer Klagewelle. Ein Sprecher der NCUA erklärte, man plane in den kommenden Wochen weitere Klagen gegen fünf bis zehn Wall-Street-Banken, um Milliarden von Dollar zurückzufordern. Der Gesamtschaden gehe in die Milliarden.

Der Regulierer verlangt alleine von JP Morgan Chase und der Royal Bank of Scotland einen Schadenersatz von mehr als 800 Millionen Dollar. Die Behörde überwacht die Genossenschaftsbanken in den USA und springt bei Pleiten ein. In der Finanzkrise hatte sie das mehrfach tun müssen und will nun ihr Geld wiedersehen. „Diejenigen, die die Probleme bei den Kreditgenossenschaften verursacht haben, sollten auch für die Verluste aufkommen“, forderte die NCUA.

  • 21.06.2011, 16:07 Uhrschnullman

    Jawohl. Gut ist, daß man sich mit der Sache auseinandersetzt. Ob man die wahren Schuldigen erwischt sei erstmal dahingestellt. Ziel muss sein, dass "Verantwortung" mal wieder neu und nunmehr zwangsweise neu definiert werden muss. Ich habe den Eindruck, daß die Bankenbranche sich gegenseitig , immer den eigenen Vorteil im Auge, beschissen hat. Das hat sich nur vorher keiner vorstellen können.

  • 21.06.2011, 08:36 UhrAnonymer Benutzer: mono

    Reine Öffentlichkeitsarbeit. Lieber jetzt eine "gesteuerte"" Aufarbeitung als später eine tatsächliche. Government Sachs wird schon dafür Sorge tragen, das hier
    nichts anbrennt.
    Eine wirkliche Aufarbeitung würde systemische Änderung nach sich ziehen.
    Etliche Finanzinstitute würden zergliedert und zurück vom Oligopol wieder zum Dienstleister mit echten Wettbewerbern gemacht.
    Die Übeltäter, die durch Ihr kriminelles Handeln die Krise in 2008 verursacht haben, würden sich wieder mit Bernie Madoff arrangieren dürfen.

    All das wird nicht passieren. Es wird öffentlichkeitswirksame Strafen in Milliardenhöhe geben, die beglichen werden um das Kapitel Aufarbeitung in der Öffentlichkeit schnellstmöglich zu beenden, damit das Spiel weitergehen kann.

  • 21.06.2011, 08:30 UhrAnonymer Benutzer: Brenner

    Unsere Wirtschaftsbosse und Politker schauen immer gern nach den USA - was ist bei der Bankenkrise bei uns? Eine juristische Aufarbeitung hier ist - wenn sie denn überhaupt stattfindet - zäh und verlief bisher meistens im Sande (zB Esch, Breuer etc, auch Landesbanken). Ich habe dden Eindruck, unsere Politker, Staatsanwälte und Gerichte wollen (oder können?) sich nicht mit dieser komplexen Materie befassen und sich ernsthaft mit Wirtschaft und Banken anlegen - Unsere Wirtschaftsführer reklamiernen gern die USA-Gehälter für sich - nur deren Risiken soll auch weiterhin des Steuerzahler tragen ...

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