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Trennbankensystem: Bankenverbände befürworten Banken-Neuordnung

SPD und Grüne fordern die Aufspaltung der Geldhäuser in Investment- und Geschäftsbanken. Die Volks- und Raiffeisenbanken können gut mit der Idee leben, wie deren Präsident Uwe Fröhlich in einem Interview sagte.

Einige Bankenverbände befürworten die Diskussion um das Trennbankensystem Quelle: dpa
Einige Bankenverbände befürworten die Diskussion um das Trennbankensystem Quelle: dpa

BerlinDie deutschen Genossenschaftsbanken und Sparkassen haben die Diskussion über eine Trennung von Investment- und Geschäftsbanken begrüßt. „Steuerzahler sollten nicht für potenzielle Risiken spekulativer Kapitalmarktgeschäfte gerade stehen“, sagte Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (bvr) der Zeitung „Die Welt“. Insofern könne man „über die Trennung von Investmentbanking und Kundengeschäft durchaus nachdenken“.

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Es gebe jedoch „keine einfachen Lösungen“, fügte Fröhlich hinzu: „Ein nicht zu vernachlässigender Teil des weltweiten Derivategeschäftes diene der Absicherung von Kundengeschäften.“ Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (dsgv) nannte es „sinnvoll, den Eigenhandel möglichst weit vom Kundengeschäft zu trennen“. „Dabei muss aber beachtet werden, dass unter Kundengeschäft nicht nur klassisches Retailgeschäft zu verstehen ist, sondern auch das Großkundengeschäft.“

Der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick, bezeichnte die Diskussion als „überfällig“. Es sei “unbedingt notwendig, über ein Trennbankensystem zu sprechen. Es ist ärgerlich genug, dass die Bundesregierung diese Diskussion bisher abgeblockt hat„, sagte Schick der „Welt“. SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte am Wochenende die Diskussion über eine Trennung der Geschäftsbereiche von Banken infolge der Finanzkrise neu belebt. Die Bundesregierung zeigte sich offen für die Debatte. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte am Montag, dies sei ein „interessanter Ansatz“, über den „auf internationaler Ebene intensiv diskutiert werden“ sollte.

  • 01.12.2011, 18:32 UhrAnonymer Benutzer: Edgar-von-B

    Dass ausgerechnet der gute Herr Fröhlich zu dieser Thematik seinen Senf abgibt, ist typisch. Kein anderer Bankenverband mach so sehr einen auf "Moral und Anstand" (Wickert-Werbung) und hat gleichezeitig so viele "Leichen im Keller".

    Man muss nur mal einen Blick in den Bankgenossen werfen (http://bankgenosse.wordpress.com).

  • 01.12.2011, 11:19 UhrAnonymer Benutzer: PeterBellmann

    Bevor hier Herr Fröhlich als selbsternannter Experte mit schlauen Ratschlägen auftritt, soll er lieber mal den Mist vor der eigenen Haustür kehren. Denn genau sein Verband, u.a. die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben Kunden/Migliedern, vornehmlich älteren Kunden, Kleinanlegern Gelder abgenommen, in marode Immobilienfonds (DG Fonds) gesteckt. Dass dabei die DZ Bank dreistellige Millionenbeträge im Genossenumfeld verteilt hat, sei nur am Rande erwähnt. Herr Fröhlich hat kein Recht, sich hier aufzuspielen, während seine Bankengruppe so ca. 600 Millionen Anlegergelder -schlicht gesagt - versenkt hat.

  • 21.10.2011, 17:14 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    "Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte am Montag, dies sei ein „interessanter Ansatz“, über den „auf internationaler Ebene intensiv diskutiert werden“ sollte. ".

    So formuliert man, wenn man etwas im Papierkorb verschwinden lassen will. Es fehlte nur noch, dass man einen Arbeitskreis hierzu einberufen will.

    Ohne Druck wird seitens der Bundesregierung garnichts erfolgen. Dafuer ist die Lobby des BdB (Bundesverband deutscher Banken) zu stark, zu professionell, zu verzahnt. Wie wir wissen, schreiben die sogar ihre eigenen Gesetze.

    Denken Sie doch nur daran, dass die Deutsche Bank 70 bis 80 % ihrer Gewinne angabegemaess aus dem Investmentbanking zieht.

    Der Vorschlag geht nur durch, wenn die Linien im Handel mit dem Investmentbanking der Deutschen Bank solange suspendiert werden, bis sich die Deutsche Bank juristisch von der kommerziellen BInvestmentbank getrennt hat(!).

    Anders:
    totales Handelsverbot mit dem Investmentbanking der Deutschen Bank

    Nur so kommt Ackermann auf vernuenftige Ertragsvorgaben und seinem Ruecktritt naeher. Der kleine Haendler von der
    SocGen wurde verknackt, Ackermann mit seiner Ertragsvorgabe von 25 % wurde die Geburtstagsparty von der Bundesregierung ausgerichtet und unsere Richter nehmen den Kleinanlegern (Lehmann-Opfern) ihre Altersvorsorge "Im Namen des Volkes" ab. Und ueber den Rettungsfonds sollen die naechsten Boni-Zahlungen auch abgesichert werden.

    Sieht das keiner?

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