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Trennung von französischer Fondstochter CCR rückt näher: Commerzbank verhandelt exklusiv mit UBS

Die Commerzbank kommt Finanzkreisen zufolge beim Verkauf ihres französischen Vermögensverwalters CCR voran. Mittlerweile liefen exklusive Verhandlungen mit der Schweizer Großbank UBS, sagten mehrere Insider am Mittwoch.

hgn FRANKFURT. Eine Vereinbarung ("Signing") könne binnen Wochen erreicht werden. Noch sei jedoch nichts unterschrieben. Der Abschluss der Transaktion werde sich zudem womöglich bis ins nächste Jahr hinziehen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters dürfte der Kaufpreis für die Caisse Central de Reescompte (CCR) bei rund 600 Mill. Euro liegen. Commerzbank und UBS lehnten eine Stellungnahme ab.

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CCR steht zur Disposition, seitdem die Commerzbank entschieden hat, sich auf die Vermögensverwaltung in Deutschland zu konzentrieren. Diese ist in der von Achim Kassow verantworteten Tochter Cominvest gebündelt. In der Folge wurde zu Jahresanfang bereits die britische Fondstochter Jupiter für über eine Milliarde Euro an einen Finanzinvestor abgegeben. Im September kaufte die belgisch-niederländische Finanzgruppe Fortis das Vermögensverwaltungsgeschäft in Japan. Und auch die Fondstochter in Irland steht auf dem Prüfstand.

CCR verwaltet rund 18 Mrd. Euro an Vermögen. Der Kaufpreis würde damit etwa drei Prozent des Anlagevolumens entsprechen. CCR gilt unter anderem als Spezialist im Festzinsbereich und verfügt mit CCR Chevrillon Philippe auch über eine Einheit für die private Vermögensverwaltung.

UBS hat sich beim Ausbau ihres Geschäfts in Europa bisher auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatleute konzentriert und vor allem in Deutschland kräftig zugekauft. CCR wäre für die Schweizer eher eine kleine Ergänzung: UBS ist der weltgrößte Vermögensverwalter und kommt alleine im Fondsgeschäft auf ein verwaltetes Vermögen von etwa 300 Mrd. Euro.

Weitaus entscheidender als der Verkaufspreis ist für die Commerzbank, mit welchem Wert CCR in den Bilanzen angesetzt ist. Experten halten es für wahrscheinlich, dass die Frankfurter in jedem Fall mit einem Buchgewinn rechnen können. Schon der Verkauf von Jupiter mündete in einen außerordentlichen Ertrag von etwa 300 Mill. Euro.

Die Commerzbank stehe nicht unter Druck, sich von CCR zu trennen, sagte Merck-Finck-Analyst Konrad Becker und wies darauf hin, dass die französische Tochter profitabel arbeitet. "Ich denke deshalb, die Commerzbank wird das nicht ohne einen Buchgewinn abschließen", fügte er hinzu. "Das könnte durchaus ein dreistelliger Millionenbetrag sein."

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