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UBS-Hauptversammlung: Axel Weber zum neuen Präsidenten der UBS gewählt

Ex-Bundesbank-Präsident Axel Weber ist auf der Hauptversammlung der UBS zum Präsidenten gewählt worden. Doch die Anteilseigner stören sich an seiner Antrittsprämie. Auch die Vorstandsbezüge werden kritisiert.

Axel Weber wird Präsident der UBS - viele Aktionäre stören sich an seiner Antrittszahlung. Quelle: dapd
Axel Weber wird Präsident der UBS - viele Aktionäre stören sich an seiner Antrittszahlung. Quelle: dapd

ZürichWeitgehend diskussionslos haben die Aktionäre der Schweizer Großbank UBS Ex-Bundesbank-Präsident Axel Weber mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Auf der Generalversammlung der größten Schweizer Bank stimmten am Donnerstag 98,8 Prozent der Aktionäre für Weber.

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Sein Auftritt vor seiner Wahl war betont bescheiden, fast demütig: „Ich kann mir keine reizvollere Aufgabe vorstellen, diese historischer Bank in diesem anspruchsvollen Umfeld vorzustehen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir dieses Mandat anvertrauen.“ Er bekam heute ein besseres Ergebnis als sein Amtsvorgänger Kaspar Villiger vor einem Jahr.

Formal wurde Weber lediglich in den Verwaltungsrat der größten Schweizer Bank gewählt. Das zwölfköpfige Gremium will ihn aber kurz nach der Generalversammlung zum Nachfolger des abtretenden Präsidenten Kaspar Villiger bestellen. Weber weiss: Das gute Ergebnis ist ein Vertrauensvorschuss. Bei seiner kurzen Dankesrede streichelte er die Seele der geschundenen UBS-Aktionäre: „UBS war eine Ikone der Schweizer Wirtschaft. UBS muss sich wieder in diese Richtung bewegen.“

In den Verwaltungsrat gewählt wurde auch die in Mainz lehrende Professorin Beatrice Weder di Mauro, die bis vor kurzem als die Nachfolgerin Webers im deutschen Sachverständigenrat gesessen hatte. Sie erhielt 99,2 Prozent der an der Generalversammlung vertretenen Stimmen.

Ein Dorn im Auge sind den Aktionären indes die Millionengehälter der Manager - nur noch 60 Prozent der Aktionäre stimmten dem Vergütungsbericht der größten Schweizer Bank zu. Im letzten Jahr hatte die Ja-Quote noch bei 64,4 Prozent gelegen.

„Die Gehälter der Top-Kader sind viel zu hoch und nicht gesellschaftsverträglich“, warnte der Vertreter der Schweizer Aktionärsvereinigung Actares. Der scheidende UBS-Präsident Kaspar Villiger verteidigte die Boni mit Erfahrungen aus der Vergangenheit. Als die Bank 2009 die Prämien zusammengestrichen habe, seien wichtige Leute gegangen und die Bank habe Milliarden-Einnahmen verloren. Spitzenleute seien nicht unter dem Marktpreis zu haben.

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2011 erhielten die zwölf Top-Manager der UBS eine weitgehend aus Aktien-Boni bestehende Vergütung, die mit 70 Millionen Franken um rund ein Viertel niedriger ausfiel als im Vorjahr. Der Konzerngewinn war gleichzeitig um gut 40 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken gesunken und die Aktie hatte gut ein Viertel ihres Kurswertes verloren.

Bestbezahlter Manager war Amerika-Chef Robert McCann, der 9,2 Millionen Franken nach Hause tragen konnte. Investmentbank-Chef Carsten Kengeter verzichtete nach dem Handelsskandal in London auf einen Bonus. Der seit September amtierende und davor für einen Bereich zuständige Konzernchef Sergio Ermotti erhielt 6,35 Millionen Franken.

  • 03.05.2012, 18:21 UhrWahrlichichsageEuch

    Schade. Jetzt arbeitet dieser Top-Mann für die UBS. Hätte Merkel mehr Rückgrat gehabt, wäre er jetzt EZB-Präsident. Zwar hätte er da auch nicht die knallharte deutsche Linie fahren können, aber wir hätten trotzdem deutlich mehr Einfluss gehabt. Jetzt sind wir nur noch Zuschauer und Zahler, und der gelernte Oberbankster Draghi macht, was der angelsächsichen Hochfinanz am besten bekommt: Den Laden mit immer mehr Schulden so lange am Laufen halten, bis sich die immer kleiner werdende Geldelite final bereichert hat. Den Müll können dann die anderen wegräumen.

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