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Übernahmekampf: Safra-Gruppe erhält Zuschlag für Sarasin

Im Übernahmekampf um die Schweizer Bank Sarasin soll nun die Safra-Gruppe zum Zuge kommen. Das Preisschild: 849 Millionen Euro.

Die Schweizer Bank Sarasin in Basel. Quelle: Reuters
Die Schweizer Bank Sarasin in Basel. Quelle: Reuters

ZürichIn der Vermögensverwaltungsbranche formiert sich ein neuer weltumspannender Anbieter. Die brasilianisch-schweizerische Safra Gruppe kauft für 1,04 Milliarden Franken in bar eine Mehrheitsbeteiligung am Schweizer Vermögensverwalter Sarasin, teilte das Basler Traditionshaus am Freitagabend mit. Den Abschluss der Transaktion erwartet Sarasin im Frühling. Danach soll den Sarasin-Minderheitsaktionären ein Pflichtangebot vorgelegt werden. Safra will Sarasin aber nicht von der Börse nehmen.

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Die Verkäuferin der Beteiligung ist die niederländische Rabobank. Die Genossenschaft aus Utrecht sprach sich mit dem Verkauf an Safra gegen die ebenfalls um Sarasin buhlenden Schweizer Geldhäuser Julius Bär und Raiffeisen aus. Gegen eine Übernahme durch Bär hatte sich das Sarasin-Management um Joachim Strähle gewehrt, weil dies den Verlust der Unabhängigkeit und vieler Stellen bedeutet hätte. Safra will dagegen am Personal und am Management sowie an der bestehenden Strategie von Sarasin festhalten.

Die beiden Banken ergänzen sich geografisch. Sarasin verfüge in Europa, im Nahen Osten und in Asien über eine gute Position, Safra sei vor allem in amerikanischen Ländern und in Europa gut aufgestellt. Zu der in in Besitz der gleichnamigen Familie gehörenden Safra Gruppe gehören Banken in Brasilien, der Schweiz, Monaco, Luxemburg, Gibraltar und den USA. Die Gruppe verwaltet Vermögen von 109 Milliarden Dollar. Mit 102 Milliarden Franken ist Sarasin praktisch gleich groß. Unter den Schweizer Häusern verwalten damit nur noch die Großbanken UBS und Credit Suisse sowie die Genfer Pictet mehr Geld.

Die Rabobank-Beteiligung umfasst 46 Prozent des Kapitals und

knapp 69 Prozent der Stimmen. Safra bezahlt 7,20 Franken pro Namenaktie A und 36,00 Franken pro Namensaktie B. Damit beläuft sich der der Wert der ganzen Gesellschaft auf rund 2,3 Milliarden Franken. Die Transaktion muss noch von den Behörden in der Schweiz und im Ausland abgesegnet werden.

  • 01.12.2011, 17:01 UhrAnonymer Benutzer: ramseshilton

    Ich verstehe die ganze Transaktion nicht. Julius Bär hätte gemäss Zeitungsberichten bis Fr. 45.- geboten, Sara nur 36.-. Wo werden dann die Interessen der Minderheitsaktionäre verteidigt? Eine Bank verkauft man doch zum Höchstpreis und nicht 30 % darunter. Oder haben hier wieder einmal gewisse nicht offiziell bezahlte Summen eine Rolle gespielt? Ich fühle mich als Minderheitsaktionär verarscht und hintergangen. Aber das scheint ja in Bankenkreisen langsam die Normalität zu werden. Der Aktionär alsschwächstes Glied bleibt immer auf der Strecke.

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