Banken

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Übersicht: Die wichtigsten Antworten zur Libor-Affäre

Der Skandal um die Manipulationen des Zinssatzes Libor haben die gesamte Bankenbranche erfasst. Doch warum wurde manipuliert? Welche Folgen ergeben sich für Sparer und Kreditnehmer? Die fünf wichtigsten Antworten.

von Yasmin Osman und Michael MaischBild 1 von 11

1. Worum geht es beim Libor- und Euribor-Zinssatz - und wie wird er errechnet?

Der Libor ist ein täglich vom britischen Bankenverband BBA errechneter Zins, an dem sich Geldhäuser rund um den Globus orientieren. Seit 1986 befragt der BBA in London ansässige Banken, zu welchem Zins sie sich untereinander Geld leihen würden. Aus den Zahlen werden die höchsten und tiefsten Werte gestrichen, um Manipulationen zu vermeiden. Aus den übrigen Zahlen wird dann ein Mittelwert gebildet. Der daraus resultierende Satz für Laufzeiten von bis zu einem Jahr und für die gängigsten Währungen ist der wichtigste Indikator für die Liquiditätslage am Interbankenmarkt. Damit war der Libor eines der Krisenbarometer während der Finanzkrise: je höher der Satz, desto größer das Misstrauen des Marktes gegenüber einer Bank.

Bild: SAP/dpa