2. Welches Interesse hatten Banken und Regierungen, den Wert zu manipulieren?
Zwei Vorwürfe stehen im Raum: Zum einen sollen sich die Händler einer Reihe von Banken von 2005 bis 2007 durch die Manipulation des Euribor bereichert haben. Ihnen wird vorgeworfen, eine Art Kartell gebildet zu haben, um die Sätze in eine Richtung zu lenken, die den Wert ihrer eigenen Derivatepositionen steigerte. Eines der Kartelle soll von der britischen Großbank Barclays (Bild: Protest vor einer Londoner Filiale) organisiert worden sein, ein anderes von der Schweizer UBS. „Heute bräuchten wir einen ziemlich niedrigen Satz bei den Dreimonats-Laufzeiten, sonst kostet uns das ein Vermögen“, heißt es in der E-Mail eines beschuldigten Barclays-Händlers. In diese Manipulationen ist auch die Deutsche Bank verwickelt.