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Urteil: Bank Austria muss Madoff-Anleger entschädigen

Weil sie die Produkte des Anlagebetrügers Madoff mit unvollständigen Unterlagen verkauft haben soll, muss die Bank Austria Entschädigungen zahlen. Die Bank will Berufung gegen die Entscheidung einlegen.

Filiale der Bank Austria in Wien. Quelle: Reuters
Filiale der Bank Austria in Wien. Quelle: Reuters

WienDie Bank Austria hat Berichten zufolge im Streit um Schadenersatz für geprellte Madoff-Anleger eine Niederlage erlitten. Nach Ansicht des Handelsgerichts Wien seien die Verkaufsunterlagen, mit denen die Bank Produkte des amerikanischen Anlagebetrügers Bernard Madoff vertrieben habe, unvollständig gewesen, berichteten mehrere österreichische Tageszeitungen am Donnerstag. Wichtige Angaben, die zur Beurteilung der Fondskonstruktion wichtig waren, seien verschwiegen worden.

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In Österreich wurden Madoff-Produkte unter dem Namen Primeo-Fonds verkauft. Laut „Kurier“ müsse die Bank Austria für Schäden von rund 350.000 Euro haften und wolle gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Die „Presse“ sprach von einem kolportierten Schaden von 700 Millionen Euro bei den Primeo-Fonds. Allerdings hätten nicht alle Anleger eine Klage gegen die Bank Austria eingereicht. Die Bank war am Donnerstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die auf einem Schneeball-Prinzip basierenden Madoff-Investmentfonds brachen Ende 2008 mit Schulden von etwa 17 Milliarden Dollar zusammen. Madoff wurde zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt. Er zahlte Anleger nicht mit Fonds-Gewinnen aus sondern mit Geldern anderer Investoren.

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