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US-Bank: JP Morgan will 4000 Stellen streichen

Die US-Bank JP Morgan Chase streicht Tausende Stellen im Filialgeschäft. Um bis zu 4000 soll die Zahl der Mitarbeiter reduziert werden – und das noch im laufenden Jahr. So sollen die Kosten um rund eine Milliarde sinken.

Das Logo von JPMorgan: 4000 Stellen sollen in den Filialen wegfallen. Quelle: Reuters
Das Logo von JPMorgan: 4000 Stellen sollen in den Filialen wegfallen. Quelle: Reuters

New YorkAuch die erfolgsverwöhnte US-Großbank JP Morgan setzt den Rotstift an. Trotz glänzender Geschäfte und eines Rekordgewinns im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen am Dienstag bei einer Investorenveranstaltung den Abbau von 4000 Stellen bis Ende kommenden Jahres an. Das entspreche in etwa 1,5 Prozent der Belegschaft. Betroffen sei das Privatkundengeschäft in den Filialen.

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Das soll dazu beitragen, die Kosten in diesem Jahr um rund eine Milliarde US-Dollar auf auf 59 Milliarden zu senken. Das Management hatte zuletzt betont, ein Gewinnpotenzial von 27,5 Milliarden Dollar zu haben. Vergangenes Jahr verdiente die Bank vor bilanziellen Sonderfaktoren knapp 22 Milliarden Dollar. Die Bank setze bei den Plänen auf die natürliche Fluktuation, frei werdende Stellen sollen nicht wieder besetzt werden, so eine Sprecherin.

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Damit sind die Einschnitte angesichts von zuletzt rund 259.000 Beschäftigten bei der größten US-Bank vergleichsweise klein. Mit früheren Ankündigungen von JP Morgan gehen insgesamt bis zu 19.000 Stellen verloren. Angesichts sinkender Erträge seit der Finanzkrise bauen Banken weltweit tausende Arbeitsplätze vor allem im kapitalintensiven Investment-Banking ab. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank stehen vor harten Einschnitten.

Stellenabbau im Investment-Banking

  • Royal Bank of Canada

    Die Royal Bank of Canada ist eines der wenigen Geldhäuser, welches das Investment-Banking ausbaut. Die Zahl der Mitarbeiter steigt von Ende 2011 bis Jahresende 2012 um 0,7 Prozent.

  • Goldman Sachs

    Die US-Großbank Goldman Sachs reduzierte 2012 die Zahl der Mitarbeiter im Investment-Banking um 2,7 Prozent.

  • JP Morgan

    Die Wall-Street-Bank reduziert ihr Investment-Banking um 3,1 Prozent.

  • Credit Suisse

    Die Schweizer Credit Suisse kappt die Zahl der Mitarbeiter im Investment-Banking um 4,3 Prozent.

  • Morgan Stanley

    Die US-Bank Morgan Stanley streicht die Mitarbeiterzahl um 8,5 Prozent zusammen.

  • Deutsche Bank

    Der deutsche Primus streicht das Investment-Banking radikal zusammen: Die Deutsche Bank kappt die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich um 13,3 Prozent.

    Quelle: Bloomberg, Ende 2012 im Vergleich zu Ende 2011

JP Morgan hat gut 5600 Filialen mit 63.500 Mitarbeitern und damit das zweitgrößte Netz in den USA nach Wells Fargo. Obwohl Konkurrenten wie die Bank of America im Privatkundenbereich auf dem Rückzug sind, hatte JP Morgan es zuletzt noch ausgebaut. Jetzt soll allerdings mehr Wert auf Rentabilität gelegt werden.

Insidern zufolge wird auch die Investmentbank Goldman Sachs diese Woche einen weiteren Jobabbau verkünden. Betroffen sei vor allem der Aktienhandel, hieß es.

  • 26.02.2013, 19:09 Uhrso_what

    US-Banken konnten im vergangenen Jahr zusammen einen Gewinn von insgesamt $141,3 Mrd verbuchen, das Ergebnis liegt nur knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2006 mit $145,2 Mrd.
    vor 9 Min (18:54) - Echtzeitnachricht


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