
Frankfurt/LondonDie beiden größten deutschen Banken stehen wegen ihrer Geschäfte mit dem Iran im Visier der US-Behörden. Das Vorgehen der USA gegen internationale Großbanken wie die Deutsche Bank rückt die Ermittlungen gegen die Commerzbank wieder ins Blickfeld. Die New Yorker Staatsanwaltschaft und andere Behörden der USA ermitteln seit zwei Jahren, ob die zweitgrößte deutsche Bank mit Dollar-Transaktionen gegen die US-Embargos gegen den Iran und andere Staaten verstoßen hat.
Die Commerzbank wappnet sich für einen möglicherweise kostspieligen Vergleich, wie aus einem juristischen Vermerk in mehreren Börsenprospekten hervorgeht. Dort ist die Rede davon, dass eine außergerichtliche Einigung "erheblich negative" Folgen für die Finanzen der Bank haben könnte.
2011 ist das letzte Jahr, für das die WestLB ihre Jahresbilanz bekannt gab. Die Bank, die zum Großteil dem Land Nordrhein-Westfalen, der NRW.Bank und den Sparkassenverbänden des Rheinlands und Westfalen-Lippe gehörte, ist mittlerweile zerschlagen. Die Zertifikategeschäfte übernahm die Helaba.
Bilanzsumme (2011): 167,90 Milliarden Euro
Die Postbank gehört mittlerweile zur Deutschen Bank und betreut mit rund 19.000 Angestellten fast 14 Millionen Kunden.
Bilanzsumme (2011): 192,00 Milliarden Euro
Die Eurohypo AG ist eine Tochter der Commerzbank - und ein Milliardengrab. Zehn Jahre nach der Gründung wird die Hypothekenbank nun zerschlagen. Die Eurohypo AG ist nach der WestLB die zweite deutsche Bank, die die Krise nicht überlebt hat. Jedoch ist ihre Bilanzsumme noch um einiges größer als die der Landesbank.
Bilanzsumme (2011): 203,00 Milliarden Euro
Auch die NordLB schaffte es nur mit Staatsmitteln, die Bankenkrise zu überstehen. Die EU-Bankenaufsicht verordnete der Bank der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ihr Eigenkapitalpolster gehörig aufzustocken.
Bilanzsumme (2011): 227,60 Milliarden Euro
Die BayernLB machte in den vergangenen Wochen mit einem Streit mit der EU-Kommission Schlagzeilen. Die in der Krise taumelnde Bank muss dem Land Bayern fünf Milliarden Euro an Krisenhilfen zurückzahlen.
Bilanzsumme (2011): 309,10 Milliarden Euro
Auch die Hypo Real Estate überlebte die Krise nur knapp: Die Immobilienbank wurde verstaatlicht und lagerte ihre Altlasten in eine Bad Bank aus. Bis 2015 muss die Hypo Real Estate jedoch wieder privatisiert werden, entschied die EU.
Bilanzsumme (2011): 236,60 Milliarden Euro
Die LBBW ist mit einer Bilanzsumme von über 370 Milliarden Euro die größte deutsche Landesbank. Das Geldinstitut gehört fast vollständig dem Land Baden-Württemberg, dem Sparkassenverband des Landes und der Stadt Stuttgart.
Bilanzsumme (2011): 373,10 Milliarden Euro
Die deutsche Unicredit Bank AG, besser bekannt unter ihrem Markennamen Hypovereinsbank, ist ein Tochterunternehmen der größten italienischen Bank, Unicredit. Die italienische Großbank hat gerade eine Umstrukturierung angekündigt: Die Tochtergesellschaften und damit auch die Hypovereinsbank sollen mehr Autonomie bekommen.
Bilanzsumme (2011): 395,70 Milliarden Euro
Zur DZ Bank AG gehören neben der Volksbanken Raiffeisenbanken auch die Bausparkasse Schwäbisch Hall oder die R+V Versicherung. Die DZ Bank AG ist das Zentralinstitut für insgesamt 900 Genossenschaftsbanken mit rund 30 Millionen Kunden.
Bilanzsumme (2011): 405,90 Milliarden Euro
Die Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) ist die deutsche Förderungsbank unter Aufsicht des Finanzministeriums. Sie gibt Kredite an Existenzgründer und Firmen im Rahmen von Förderprogrammen der Bundesregierung und ist für die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben zuständig.
Bilanzsumme(2011): 494,80 Milliarden Euro
Die Commerzbank belegt mit einer Bilanzsumme von über 600 Milliarden Euro Platz zwei unter den größten deutschen Banken. Die Bank ist in 52 Ländern vertreten und betreut nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Privat- und eine Millionen Firmenkunden in der ganzen Welt.
Bilanzsumme(2011): 661,80 Milliarden Euro
Die international erfolgreiche Deutsche Bank nimmt unangefochten den ersten Platz der größten deutschen Banken ein. Ihre Bilanzsumme ist rund 3,5 mal so groß wie die der Commerzbank. Die Bank beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter – knapp 50.000 davon in Deutschland.
Bilanzsumme (2011): 2164,10 Milliarden Euro
Auch die Royal Bank of Scotland (RBS) ist im Zuge der Ermittlungen wieder in den Schlagzeilen: Nach einem Bericht der "Financial Times" hat ein Risikomanager die Bank infolge einer internen Untersuchung der Fälle verlassen. Die britische Bank nahm dazu keine Stellung. Sie hatte bereits 2010 eine halbe Milliarde Dollar gezahlt, um ähnliche Vorwürfe gegen ihre 2007 gekaufte Tochter ABN Amro aus dem Weg zu räumen.
Ihr britischer Rivale Standard Chartered hatte für einen Vergleich mit den US-Behörden in Sachen Iran kürzlich 340 Millionen Dollar gezahlt, die niederländische Bank ING im Juli sogar 619 Millionen. Auch die Deutsche Bank ist deswegen ins Visier der US-Ermittler geraten.
Bei der Commerzbank läuft ebenfalls bereits seit 2010 eine interne Untersuchung, ob es bei Transaktionen zu Verstößen gegen die Iran-Sanktionen gekommen sein könnte, die über die USA in Dollar abgewickelt wurden. Die US-Behörden hätten die Bank darum gebeten, hatte Firmenkunden-Vorstand Markus Beumer im November 2010 bereits eingeräumt.
Ergebnisse liegen bisher nicht vor, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Das Neugeschäft mit dem Iran hat die Commerzbank nach eigenen Angaben 2007 eingestellt, drei Jahre später wurde auch die Vertretung in Teheran geschlossen.

Seit 2010 läuft bei der Commerzbank eine interne Untersuchung.
Merkwürdig ist nur, dass jetzt im Jahr 2012 diese negative Nachricht platziert wird. Und wenn nicht aus der jüngsten Vergangenheit werden eben schlechte Nachrichten aus der Gruft vor 100 Jahren ans Tageslicht ausgegraben. Immer eine schlechte Nachricht parat um den Aktienwert für die Großaktionäre wie gewünscht zu steuern.
Diese Aktienmanipulation ist eine kriminelle Sauerei gegen das Unternehmen der Commerzbank.

"Ein Sprecher bestätigte, dass die Bank 2010 von verschiedenen US-Behörden gebeten worden sei, bestimmte Dollar-Geschäfte zu prüfen mit Ländern, gegen die Sanktionen verhängt worden sind."
Ja und? Wenn die Commerzbank diesbezüglich Geschäfte getätigt hat, und alles i. O. war, muß sich doch niemand Gedanken machen, und wenn nicht, kostet es eben.
In diesem Fall eben auch eine Bank, die a. schon teilverstaatlicht werden mußte, und b. mit Privatkunden wenig am Hut hat, obwohl sie mit den staatlichen Geldern mehr als Kapitalgeber für den Mittelstand zur Verfügung stehen sollte. Und die dauernd als Analysten in den Medien gehört wird. Da machen die Aktienkurse auch nichts mehr aus :), man hört eben auf Fachleute.
Eigentlich könnte doch jetzt gerade diese Bank etwas zu den Bonitätsprüfungen beitragen, und einen Konzeptvorschlag entwickeln wie man sich von diesen US-Ratings endlich befreien kann. So bekommt der Steuerzahler vielleicht auch mal was sinnvolles zurück. Denn mit den Strukturen und Gegebenheiten in den USA kennen sich deutsche Bank und Coba ja bestens aus. So sollten sie zumindest wissen, wie man es eben nicht macht.

Die Ami-Kriegstreiber fuehren diesmal einen Wirtschafts- und Waehrungskrieg gegen Europa, mit ihren "Rating-Agenturen" als wichtigste Waffe. Anstaendige Europaeer sollten daher US-Firmen boykottieren und damit jede finanzielle Unterstuetzung dieser Verbrecher vermeiden. Kein McDonalds/Burger-King, keine Pepsi/Coca-Cola, keine Marlsboro, keine Levis, kein Microsoft, keine Apple-Produkte. Es gibt fuer alle Ami-Produkte gute und bessere Ersatz-Produkte aus Asien oder Europa - und da klebt kein Blut dran...
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