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US-Hypothekenfinanzierer: Freddie Mac pumpt erneut den Staat an

Nach einem weiteren herben Milliardenverlust braucht der US-Baufinanzierer Freddie Mac erneut die Hilfe des Staats. Eine entsprechende Bitte hat das Institut bereits an das Finanzministerium gerichtet. Die Summe nimmt sich im Vergleich zu früheren Kapitalpritzen jedoch klein aus.

Zentrale von Freddie Mac: Die Rettung des Baufinanzierers hat den Staat bereits über 60 Mrd. Dollar gekostet. Quelle: dpa
Zentrale von Freddie Mac: Die Rettung des Baufinanzierers hat den Staat bereits über 60 Mrd. Dollar gekostet. Quelle: dpa

HB MCLEAN. Nach Fannie Mae braucht mit Freddie Mac auch der andere große Hypothekenfinanzierer in den USA weitere Hilfen vom Staat. Das Finanzministerium werde um 1,8 Mrd. Dollar gebeten, teilte Freddie Mac am Montag mit. Verglichen mit früheren Finanzspritzen nimmt sich diese noch klein aus. Insgesamt steigt die Staatshilfe nun auf 64,1 Mrd. Dollar – eine der schwersten Lasten der Finanzkrise überhaupt.

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Freddie Mac und der größere Bruder Fannie Mae spielen für die Stabilisierung der US-Immobilienmärkte eine entscheidende Rolle. Sie stehen direkt oder indirekt hinter der Mehrzahl der Hypotheken des Landes. Deshalb hatte die Regierung sie in den Turbulenzen des Jahres 2008 aufgefangen und gewährt unbegrenzt Kredit bis 2012. Auch darüber hinaus steht der Steuerzahler noch in begrenztem Umfang für die Verluste aus den Hypotheken gerade.

Im zweiten Quartal schrieb Freddie Mac einen Verlust von unterm Strich 6,0 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr lag das Minus erst bei 840 Mio. Dollar. Die Rückstellungen für faule Kredite gingen zwar zurück, weil die Schuldner ihre Raten wieder pünktlicher zahlen - ein weiteres Zeichen für eine Entspannung auf dem Häusermarkt. Doch hohe Spekulationsverluste machten die Verbesserung zunichte.

Fannie hatte die Regierung vor wenigen Tagen um weitere Hilfen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar gebeten. Bei dem größeren Schwesterunternehmen von Freddie belief sich der Fehlbetrag im zweiten Quartal auf 3,1 Mrd. Dollar.

  • 09.08.2010, 21:34 UhrAnonymer Benutzer: k.h.a.

    Die drei, vier Mac`s, die es gibt, beziehen sich nur auf die Wohnimmobilien-Hypotheken-Finanzierungen(unterschiedlicher bevölkerungsgruppen), welche sie refinanzieren sollten, um den banken das Geschäft zu erleichtern. Nun wurden sie (quasi-)verstaatlicht und dienen auch noch als Abfallhaufen für die (bekanntermaßen)anderweitig (re-)finanzierten Subprimers. Das kostet! Allerdings folgt über eher kurz als lang die (Re-)Finanzierungen der kommerziellen Gebäude als gigantomanische Folgeproblematik der alten lieben Subprimer. Unter der Decke ließ es sich halten, weil die Primärfinanzierungen der Not folgend (und entgegen allem gesetzlichen Gebot) von den banken immer wieder prolongiert wurden. Gelegentlich fand sich auch eine komplette Umfinanzierung zur Rettung fremder aber vor allem auch eigener Existenz. So sind sie nun mal, die lieben banken: Größe erzwingt ihre "Freundschaft". Nur ewig geht das nicht, selbst wenn Zinsen ausgesetzt und Tilgung nicht verlangt wird. Lange dauert es nicht mehr, dann haben wir Krise ii.

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