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US-Investmentbank: Goldman Sachs wehrt sich gegen Betrugsvorwurf

Die unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank Goldman Sachs sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein sieht seine Bank zu Unrecht am Pranger. Quelle: Reuters
Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein sieht seine Bank zu Unrecht am Pranger. Quelle: Reuters

HB NEW YORK/WASHINGTON. "Wir haben sicherlich nicht gegen unsere Kunden gewettet", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme von Bankchef Lloyd Blankfein . Sein Haus habe auch nicht wie vorgeworfen massiv auf fallende Immobilienpreise gesetzt und damit vom Leid der anderen Anleger profitiert. Im Gegenteil: Goldman Sachs habe Geld verloren.

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Die US-Börsenaufsicht SEC wirft Goldman Sachs vor, mehrere Kunden hinters Licht geführt zu haben. Die Wall-Street-Größe soll unter anderem der deutschen Mittelstandsbank IKB ein Paket von schrottreifen Hypothekenkrediten verkauft haben. Seit knapp zwei Wochen belastet der Vorwurf die komplette Bankenlandschaft. Andere Institute hatten ähnliche Finanzprodukte aufgelegt. Anleger fürchten nun teure Schadenersatzklagen und eine härtere Regulierung.

Bankchef Blankfein wird zusammen mit anderen Führungskräften an diesem Dienstag einem Untersuchungsausschuss des US-Senats Rede und Antwort stehen. Er wies die Anschuldigungen der SEC scharf zurück und warb um Verständnis für sich und die Branche. "Ich verstehe, wie eine solche komplizierte Transaktion für manche Menschen aussehen muss.

Sie fühlen sich bestätigt in ihrer Annahme, dass die Wall Street außer Kontrolle geraten ist."

Die Krise hatte die Investmentbanken in Verruf gebracht. Es bildete sich der Stereotyp des gierigen Bankers heraus, der um seiner eigenen fetten Boni willen mit windigen Geschäften die gesamte Wirtschaft in den Abgrund reißt. Tatsächlich würden seine Mitarbeiter aber etwa der Regierung helfen, Geld für Schulen oder Straßen aufzutreiben, sagte Blankfein.

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