_

Vermögenswerte unterlegen: Regulierung belastet HSH

exklusiv Durch die Umsetzung der EU-Eigenkapitalrichtlinie für Weiterverbriefungen ist das norddeutsche Institut besonders betroffen - auf die HSH Nordbank kommen höhere Belastungen zu, als gedacht.

Die HSH ist von der EU-Eigenkapitalrichtlinie besonders betroffen. Quelle: dapd
Die HSH ist von der EU-Eigenkapitalrichtlinie besonders betroffen. Quelle: dapd

BerlinDie HSH Nordbank muss sich auf höhere Belastungen durch die Bankenregulierung einstellen. Das norddeutsche Institut gehört zu den Banken, die durch die Umsetzung der EU-Eigenkapitalrichtlinie für Weiterverbriefungen („CRD III“)  besonders betroffen sind. Die harte Kernkapitalquote wird sich um bis zu drei Prozentpunkte reduzieren. Das ist aus Sicht der HSH Nordbank  misslich, aber tragbar. „Auch mit einer Kernkapitalquote unter den Bedingungen von CRD III sind wir solide kapitalisiert und können unser Geschäft auch als Kreditgeber wie geplant umsetzen und weiterentwickeln“, sagte der Risiko- und Finanzvorstand Constantin von Oesterreich dem Handelsblatt. Die Bank weist darauf hin, dass der jüngste Stresstest der europäischen Bankaufsichtsbehörde Eba bereits nach den neuen Regularien berechnet wurde. Den  Test bestand die Bank mit einer  Kernkapitalquote von 9,6 Prozent.  Ohne CRD III läge die Quote bei 12,6 Prozent.

Anzeige
Landesbanken

Die Betroffenheit der Bank durch CRD III hängt mit der in Deutschland einmaligen Absicherung der Bilanz zusammen, die die 2008  in Schieflage geratene Bank stabilisierte. Die Bank erhielt von den Mehrheitseignern nicht nur eine Kapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro. Die damals 180 Milliarden Euro schwere Bilanz, zu der auch besicherte Wertpapiere gehören, wurde mit einer zehn Milliarden Euro schweren Garantie der Länder versehen, die mit einer Provision von vier Prozent jährlich vergütet wird. Mittlerweile wurde die Garantie auf sieben Milliarden Euro abgeschmolzen. Formal handelt es sich bei der Garantie um eine Verbriefung, die jetzt mit mehr Eigenkapital unterlegt werden muss. Waren für Verbriefungen bislang eine Eigenkapitalunterlegung von sieben Prozent erforderlich, so sind es künftig 20 Prozent.

  • 08.02.2012, 15:56 UhrAnonymer Benutzer: umL06

    Lügner dieser Constantin von Oesterreich...diese Bank ist derart am Abgrund...Siehe Schiffahrtsbranche und deren Beteiligungen...echt kläglich dieser Mann und diese Bank. Zumindest werden sie nicht die einzigen seien die abstürzen,

  • 08.02.2012, 15:24 UhrRealist

    Scherzbold!

    Dümmliche Politsprüche sind überflüssig. Entgegen allen Behauptungen wurden bereits aus den Haushalten der Länder SH und HH mehr als 2 Mrd. € gezahlt. Das kann man aus den öffentlich zugänglichen Haushaltsplänen raus lesen, wenn man es versteht. Natürlich wurde nicht an die HSH direkt gezahlt, sondern über zwischengeschaltete Beteiligungsgesellschaften. Diese kriegten aucch über Zahre Zinszahlungen von den Ländern erstattet.

    Der Senat der Hansestadt Hamburg hat öffentlich festgestellt, dass die Stadt Hamburg bisher einen Verlust von rund 1,7 Milliarden € erlitten hat. In Schleswig-Holstein dürfte es ein ähnlicher Betrag sein.

    Weitere Milliardenlasten sind zu erwarten.

  • 08.02.2012, 11:04 UhrAnonymer Benutzer: Logo23

    Verbrannt wurde überhaupt nichts. Es wird ja alles, was als Kredit geflossen ist, getilgt. Und die Garantien werden gut verzinst. Es wird also ausgezeichnet verdient !
    Ein super Investment !

  • Die aktuellen Top-Themen
Frauen gefragt: Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne ist gestiegen. In ein paar Jahren könnten sie bereits knapp ein Drittel ausmachen. Das ist allerdings nicht der einzige Trend, der in den Gremien auffällt.

US-Kaffeehaus: Starbucks setzt auf Kaffeekapseln

Starbucks setzt auf Kaffeekapseln

Vom Siegeszug der Kaffeekapsel will auch die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks profitieren: Noch vor dem Weihnachtsgeschäft sollen Kaffeemaschinen für Einzelportionen und Kapseln mit Starbucks-Logo verkauft werden

Amerika immer wichtiger: Deutsche Firmen finden zweite Heimat in den USA

Deutsche Firmen finden zweite Heimat in den USA

In den USA schaffen deutsche Unternehmen derzeit mehr als 30.000 neue Jobs. Amerika wird als Standort immer wichtiger, die Bedeutung des US-Engagement wächst. Nur in einem Land erhoffen sich Firmen noch bessere Chancen.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.