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Veröffentlichung: Spaniens Sparkassen zittern vor dem Stresstest

Es wird ein langer Tag für die Finanzakteure: Normalerweise trudelt die Branche am Freitag Nachmittag fröhlich ins Wochenende, heute geht der Tag nach 18 Uhr erst so richtig los: Denn dann werden die Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests veröffentlicht. Während die meisten deutschen Geldhäuser entspannt bleiben, geht ausgerechnet in Spanien die Angst um.

Spaniens Sparkassen (Cajas) sind besonders angespannt. Quelle: Reuters
Spaniens Sparkassen (Cajas) sind besonders angespannt. Quelle: Reuters

HB FRANKFURT/MADRID. Es ist fast schon ein Stückweit bittere Ironie: Die spanische Regierung hat seiner Zeit besonders auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse gedrungen: Und nun verdichten sich die Gerüchte, dass mehrere spanische Sparkassen den Banken-Stresstest nicht bestanden haben. Eine kleine Gruppe der 18 Sparkassen des Landes bräuchte mehr Kapital, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern, berichtete die Zeitung „El Pais“ am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise. Darunter seien auch Institute, die vom spanischen Staatsfonds (FROB) bereits Mittel erhalten hätten.

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Derweil erwarten die deutschen Privatbanken durch die Ergebnisse des europäischen Stresstests ein positives Signal für Branche und Märkte. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Manfred Weber, sagte am Freitagmorgen im Deutschlandfunk, er sei zuversichtlich, dass die heimischen Institute bei der Belastungsprobe „insgesamt gut“ abschneiden werden. Auch das europäische Bankensystem werde besser abschneiden als von vielen erwartet. „Wir sind auf gutem Weg, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen“, sagte Weber.

Er wies zugleich Vorwürfe zurück, der Test sei zu lasch ausgefallen. Von einer „weich gespülten“ Belastungsprobe könne nicht die Rede sein. Wenn Banken den Test bestehen, hätten sie tatsächlich genügend Kapital, um schwierige Situationen zu überstehen. Weber äußerte sich überzeugt, dass der Stresstest ein „beruhigender Beitrag“ für die Finanzmärkte sein werde.

An dem Test haben europaweit haben 91 Banken teilgenommen, davon 14 aus Deutschland. Die Ergebnisse sollen in Abstimmung mit den europäischen Bankenregulierern ab 18 Uhr veröffentlicht werden. Geprüft wurden die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs sowie eines Kursverfalls von Staatsanleihen auf die Bankbilanzen. Der Test gilt als bestanden, wenn die Kernkapitalquote der Bank in den Szenarien nicht unter sechs Prozent rutscht.

  • 23.07.2010, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: staid53

    Wem soll das eigentlich helfen?
    Jeder weiß doch das sie sich in der Situation nicht selbst die beine weghauen.Auch Staatsanleihen werden dadurch nicht billiger - oder sind es gerade die banker die das glauben?
    Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll.

  • 23.07.2010, 13:02 UhrAnonymer Benutzer: Rudi

    Auch die deutschen Sparkassen würden zittern. Viele sind kräftig unterkapitalisiert (und teilweise auch defizitär). Zwar sind sie als einzelne banken zu klein für den Stresstest, aber die Sparkassengruppe als Haftungsverbund (teilweise auch für die Landesbanken haften) sind letztlich das zweitgrösste bankenklumpenrisiko im Lande nach der Deutschen bank. Jeder Stresstest ohne die Sparkassengruppe ist letztlich fragwürdig. Die Sparkassen könnten die Allgemeinheit in den nächsten Jahren noch teuer zu stehen kommen.

  • 23.07.2010, 12:35 UhrAnonymer Benutzer: Xavi

    Selten hier einen so unrichtigen Artikel gelesen. Gewonnen hat den Stresstest die spanische Santander. Durchgefallen ist die deutsche HRE. Die spanischen Cajas (Sparkassen) nehmen am Stresstest überhaupt nicht teil. Somit haben sie auch nichts zu befürchten. Genau aus diesem Grunde hat die spanische Regierung auf die Veröffentlichung bestanden. Sie wollte die Lügen in den deutschen Medien abstrafen. Stallt sich jetzt nur die Frage, ob es Lügen waren oder schlicht nur Dummheit dieser Medien. Spanien hat jedenfalls gewonnen.

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