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Versicherer: Allianz setzt auf Indien und China

exklusivAsien und Osteuropa haben eine Schlüsselrolle bei den Plänen des Allianz-Konzerns, vor allem China und Indien. Der Umsatzanteil der Wachstumsmärkte soll sich in den kommenden zehn Jahren verdoppeln.

Flagge zeigen: Die Allianz will den Wachstumsmärken in Asien und Osteuropa angreifen. Quelle: dapd
Flagge zeigen: Die Allianz will den Wachstumsmärken in Asien und Osteuropa angreifen. Quelle: dapd

DüsseldorfDer Umsatzanteil der sogenannten Wachstumsmärkte soll in den kommenden zehn Jahren von aktuell etwa zwölf Prozent auf das Doppelte steigen. "Langfristig ist diese Größenordnung erreichbar", sagte im Interview mit dem Handelsblatt Manuel Bauer, verantwortliches Mitglied des Allianz-Konzernvorstandes für die Wachstumsmärkte. Vor zehn Jahren lag der Umsatzanteil der neuen Märkte im Münchener Konzern noch bei gerade einmal vier Prozent.

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Besonderes Augenmerk legt der Allianz-Konzern dabei auf China und Indien. "Es wird weiter nach oben gehen", betonte Bauer in Hinblick auf China. Eine Sättigung der Märkte sei noch nicht absehbar, insbesondere bei Auto- und Immobilienversicherungen wachse die Nachfrage weiter. In Indien hofft der Allianz-Konzern, dass er auf absehbare Zeit seinen Anteil im Joint Venture mit dem indischen Versicherungskonzern Bajaj von aktuell 26 auf 49 Prozent aufstocken kann. "Innerhalb eines Jahres sollte die Aufstockung klappen", betonte Bauer. Die Übernahme der Mehrheit werde allerdings noch länger dauern. Die Allianz ist auch in Japan vertreten. Das verheerende Erdbeben vom März und die anschließenden Tsunamis haben auch die Allianz getroffen. Die Folgen seien allerdings beherrschbar. Bauer beziffert die Schäden auf 320 Millionen Euro. "Jetzt muss das Geld möglichst schnell bei den Betroffenen ankommen", sagte Bauer.

In Osteuropa will die Allianz künftig etwas vorsichtiger agieren. Mit Zukäufen sei in nächster Zeit nicht mehr zu rechnen, weil der Konzern flächendeckend in der Region vertreten sei. In diesem Teil der Welt setzt das Münchener Unternehmen vor allem auf eigenes organisches Wachstum.

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