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Versicherung: Großschäden vermiesen Zurich die Bilanz

Der Allianz-Konkurrent Zurich Financial Services hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Versicherer begründet dies mit deutlich höheren Schadenzahlungen in der Sachversicherung. Dennoch erhöhte der Schweizer Konzern seine Dividende.

Zurich-Chef Senn: "In schwierigem Umfeld bestehen". Quelle: dpa
Zurich-Chef Senn: "In schwierigem Umfeld bestehen". Quelle: dpa

FRANKFURT. Der Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) hat im vergangenen Jahr 13 Prozent weniger verdient. Die Erträge gingen sowohl operativ als auch nach Steuern um diesen Satz zurück. Der Schweizer Konzern begründete dies mit deutlich höheren Schadenzahlungen in der Sachversicherung.

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Dennoch erhöhte Zurich die Dividende um sechs Prozent. Die am Schweizer Finanzplatz notierten Stammaktien werden mit 17 Schweizer Franken bedient. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital stieg um neun Prozent auf 32 Milliarden Dollar.

Zurich habe einen Business Operating Profit von 4,9 Milliarden Dollar und einen Reingewinn von 3,4 Milliarden erwirtschaftet, teilte die Gesellschaft mit. Die operative Eigenkapitalrendite nach Steuern betrage damit 12,9 Prozent, gemessen am Reingewinn belaufe sich die Eigenkapitalrendite auf 11,4 Prozent. Dieses Ergebnis spiegele die konsequente Ausrichtung der Gruppe auf Rentabilität und operative Leistung wider.

Die Sparten Global Life und Farmers trugen mit einem kontinuierlichen Volumenwachstum und guten Gewinnmargen zum positiven Gruppenergebnis bei. Das Ergebnis der Sparte Schaden- und Unfallversicherung (General Insurance) unterstreiche den anhaltenden Erfolg der gezielten Preisstrategie, hieß es. Diese Sparte sei allerdings von einer überdurchschnittlichen Häufigkeit größerer Schadensereignisse geprägt gewesen. Die Schadenbelastung aus diesen Ereignissen überstieg den letztjährigen Vergleichswert um mehr als 600 Millionen Dollar.

Der Gesamtumsatz der Gruppe, einschließlich Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Managementgebühren sank um drei Prozent auf 67,7 Milliarden Dollar. In lokalen Währungen seien die Zahlen allerdings konstant. Die Rendite auf Kapitalanlagen stieg um 90 Basispunkte auf 4,1 Prozent.

Vorstandschef Martin Senn erklärte: "Unser breit diversifiziertes Geschäftsportfolio generiert einen starken Cash-flow und ermöglicht es uns, in einem schwierigen Umfeld gut zu bestehen." Im weltweiten Geschäft mit Lebensversicherungen sei Ertragskraft, Einkünfte sowie Netto-Mittelzufluss weiter ausgebaut worden. Der Erfolg der Strategie finde seinen deutlichsten Ausdruck im anhaltenden Wachstum, das beim Wert des Neugeschäfts verzeichnet worden sei.

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