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Vor WestLB-Zerschlagung: Sparkassen pochen auf Landesbank-Fusionen

Der westfälische Sparkassenverband fordert Zusammenschlüsse von Landesbanken. Der Landesbankensektor verfüge weiter über „viel zu große Kapazitäten“, sagte Verbandspräsident Rolf Gerlach.

Rolf Gerlach, Präsident des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, wirbt eindringlich für Zusammenschlüsse von Landesbanken. Quelle: dpa
Rolf Gerlach, Präsident des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, wirbt eindringlich für Zusammenschlüsse von Landesbanken. Quelle: dpa

Münster/TokioKurz vor der endgültigen Zerschlagung der WestLB werben die westfälischen Sparkassen eindringlich für Zusammenschlüsse von Landesbanken. Das „schnelle und entschlossene Vorantreiben der Landesbankenkonsolidierung“ bleibe eine wichtige Aufgabe der deutschen Sparkassen, sagte der Präsident des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, Rolf Gerlach, am Dienstag in Münster. Der Landesbankensektor verfüge weiter über „viel zu große Kapazitäten“.

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Die WestLB soll nach langem und erbittertem Streit mit der EU-Kommission um milliardenschwere öffentliche Beihilfen und Garantien bis zum 30. Juni aufgespalten werden. Teile der einstmals größten deutschen Landesbank sollen bei der Helaba landen - die rheinischen und westfälischen Sparkassen als Mit-Eigner der WestLB sollen dann an dieser Landesbank beteiligt werden.

Um Teile des Firmenkundengeschäfts der WestLB hatte auch die Privatbank HSBC Trinkaus gebuhlt. Sie hatte aber gegenüber den öffentlichen Banken das Nachsehen. Offenbar stand sie dabei aber nicht allein.

Auch die Sumitomo Mitsui Banking Corp (SMBC), eine Tochter der Sumitomo Mitsui Financial Group, hatte Finanzkreisen zufolge ihre Fühler nach dem Firmenkundengeschäft der WestLB ausgestreckt. Erste Gespräche seien aber ohne konkrete Ergebnisse wegen Differenzen in Bewertungsfragen abgebrochen worden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Möglicherweise werde das japanische Institut nun einige Banker von der WestLB übernehmen. Die WestLB und das japanische Institut wollten sich zu dem Vorgang nicht äußern.

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