
FRANKFURT. Deshalb haben 60 meist ältere Kunden Mitte Dezember Klage gegen das staatlich gestützte Institut eingereicht. Der Streitwert ist für die Commerzbank eher symbolisch – es geht um knapp 1,3 Mio. Euro, dafür geht es umso mehr um das Image.
Das umstrittene Wertpapier ist die so genannte „Vario Zins Plus Hybridanleihe“ der Commerzbank. Wie bei Hybridanleihen üblich, fallen Zinszahlungen aus, wenn die Bank – wie im Jahr 2009 – einen Bilanzverlust schreibt. Die Bank kann die Anleihe Ende 2012 kündigen und zurückzahlen – sie ist aber nicht verpflichtet, das zu tun. Angesichts der Staatshilfen, die das Institut zurückzahlen muss, ist ungewiss, ob die Bank diesen Termin halten kann oder will. Weil Anleihen wie diese solche eigenkapitalähnlichen Eigenschaften haben, zählen sie zum Eigenkapital.
In dem Streit geht es im Kern darum, ob die Bank ihre Kunden ausreichend über die Risiken aufgeklärt hat. Verkauft wurden die Papiere größtenteils Ende 2006, in einem Fall auch später. Die Kläger sind nach Angaben des Fachanwalts Michael Leipold fast alle im Rentenalter. Viele von ihnen waren sogar über 70 Jahre alt, als sie die fraglichen Papiere kaufte. Einige der Klageschriften liegen dem Handelsblatt vor.
In einem Fall erhielt eine mittlerweile verstorbene 86-Jährige Ende 2006 in ihrem Seniorenheim Besuch vom Bankberater. Damals gab es im Rosenhof in Travemünde noch einmal in der Woche so genannte „Kassenstunden“, bestätigte das Seniorenheim. Die ältere Dame habe sich den Angaben zufolge „eine 100 Prozent sichere Geldanlage“ für ihre 20 000 Euro gewünscht. Einen Prospekt – oder auch nur den Flyer mit den Risiken habe die Dame, deren Tochter nun klagt, nicht erhalten.
In einem anderen Fall aus Mühlheim an der Ruhr riet ein Bankberater dem Kläger dazu, 26 000 Euro, die in einem Geldmarktfonds lagen, in die Hybridanleihe umzuschichten. Der damals 71-jährige gibt an, man habe ihn nicht darüber aufgeklärt, dass nur die Bank die Anleihe kündigen kann und dass die Zinszahlungen von der Gewinnlage der Bank abhängig sind. Einen Flyer erhielt der Kläger, der von seinen Rücklagen lebt und auf Ausschüttungen angewiesen ist, nicht.
Die Commerzbank wollte sich zu einem laufenden Verfahren nicht äußern. „Wir beraten unsere Kunden umfassend und anlegergerecht, dazu gehört auch, über Chancen und Risiken zu sprechen. Diese sind in den bankweit eingesetzten Produktunterlagen klar und eindeutig ausgewiesen“, so ein Sprecher. Den Flyer wollen viele Kläger nicht bei der Beratung erhalten haben.
Die Commerzbank in Mülheim an der Ruhr hat mich nach meiner Gründung in Oktober 2009 mehrfach falsch beraten, und als ich mich beschwerte, wurde die Polizei angerufen, ich wurde rausgeworfen und bekam ein Hausverbot, meine Dispositionskredit wurde Übernacht grundlos gekündigt und die Zinsen erhöht. Trotz Briefe an Redaktionen und Politikern- sogar dem Vorstand der Commerzbank, werde ich mit der Sache 100% alleine gelassen. Diese Bank hat sich vorgenommen, meine Existenz zu vernichten. Ich gehe davon aus dass es kein Einzelfall ist. Der Herr Müller (Beratungsleiter von damals, der mich genötigt hat) ist kurz nach meinem Hausverbot versetzt worden.
Es gibt auch Leute, die "verkaufen" einer 99-jährigen neue Hüftgelenke. Es gibt auch Leute, die verkaufen Häuser, Autos, Fernseher, Alkohol u.v.m., was die Käufer jeweils nicht ansatzweise bezahlen können! Das ist nicht ungewöhnlich! Selbstverantwortung heßt das Zauberwort! Die Dummen werden abgezogen, vom Autoverkäufer, von Versicherungsvertretern, Von Makler oder eben von Fondgesellschaften!
Wer Anlageprodukte kauft, die er nicht versteht, hat selbst die Hauptverantwortung! Das sage ich seit vielen Jahren und habe deshalb durch die Finanzmarktkrise nicht einen Cent verloren, aber viele Euros gewonnen!
Kurze Anmerkung zum sogennaten Experten der Verbraucherzentrale: Niels Nauhauser. Das Risiko einer Anleihe egal von welchem Emittenten ist immer das Totalverlustrisiko bei insolvenz des Emittenten - egal ob er staatlich ist oder ein Unternehmen (siehe Weimarer Republik oder Deutsches Reich 1945). im übrigen ist die Commerzbank AG und auch die Deutsche bank AG älter als die bRD.
Vielleicht kann sich der Experte mal zum Thema griechische Staatspapiere äußern? Mich würde mal interessieren, was der Experte derzeit empfielt - außer Termingeld, vieleicht 30Jährige bundesanleihen mit Renditen um 3,9%
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