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Wagniskapital: KfW schlägt Alarm

Die Finanzkrise droht die Eigenkapitalversorgung junger Firmen komplett abzuwürgen. "Die Situation bei Wagniskapital ist bedenklich", warnt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW. Dabei hänge gerade hiervon auch die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ab. Die Finanzierer junger Unternehmen sehen nach wie vor keine Erholung.

KfW-Logo vor der Zentrale in Frankfurt: "Die Situation bei Wagniskapital ist bedenklich". Quelle: ap
KfW-Logo vor der Zentrale in Frankfurt: "Die Situation bei Wagniskapital ist bedenklich". Quelle: ap

FRANKFURT. Hintergrund ist das aktuelle German Private Equity Barometer (GPEB), das die KfW gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) vierteljährlich erstellt. Die Ergebnisse des dritten Quartals, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, zeigen zwar insgesamt für die Branche eine etwas bessere Stimmung. Doch bei Venture-Capital-Investoren stagniert das Geschäftsklima. Schlimmer noch: Die Fonds beurteilen ihre Chancen, frisches Kapital bei Geldgebern einzuwerben, so schlecht wie noch nie in den letzten sechs Jahren.

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"Der Markt für Wagniskapital in Deutschland ist nahezu ausgetrocknet", bestätigt Professor Christoph Schalast von der Frankfurt School of Finance and Management. Traditionell gebe es in diesem Bereich wenig Kapitalgeber in Deutschland. Die Finanzkrise und ihre Folgen hätten zu einer weiteren Verunsicherung geführt. Dies belegt auch die BVK-Statistik: Von Juli bis September wurden deutschlandweit lediglich 130 Mio. Euro Wagniskapital investiert.

Start-ups merken dies Tag für Tag. "Ich halte den Markt momentan für sehr zurückhaltend", sagt etwa Marc Frey, Vorstand der Internetfirma IntelliMedia AG. "Wir haben schon mit Venture Capital Firmen gesprochen, die gesagt haben 'Wir haben einfach kein Geld zum Finanzieren'."

Gerade bei der Spätphasenfinanzierung, also dem klassischen Private Equity, zeigt der Trend aber nach oben. "Das Stimmungstief scheint die Branche hinter sich gelassen zu haben", sagt Irsch. Der Aufwärtstrend stehe allerdings auf einem schwachen Fundament. Bis sich die bessere Stimmung tatsächlich in harten Daten widerspiegele, dürften wohl noch zwei bis drei Quartale vergehen.

Deutliche Zuwächse verzeichnete in Spätphasensegment vor allem die sogenannte Erwartungskomponente. Das bedeutet, dass die Fonds mit einer besseren Entwicklung in der Zukunft rechnen - aktuell muss sich dies aber noch nicht niederschlagen. Als Gründe für die Zuversicht nennt die KfW die besseren Konjunkturaussichten und die damit verbundene Annahme der Investoren, dass Insolvenzen in den Portfolios unwahrscheinlicher werden.

  • 02.12.2009, 13:03 UhrAnonymer Benutzer: Melanie Gatzke

    Sie schreiben:-
    Doch bei Venture-Capital-investoren stagniert das Geschäftsklima. Schlimmer noch: Die Fonds beurteilen ihre Chancen, frisches Kapital bei Geldgebern einzuwerben, so schlecht wie noch nie in den letzten sechs Jahren.-------
    ------------
    Wundert das etwa jemanden?
    Wer heute da noch Geld gibt, der muß schon sehr blauäugig sein.Frisches geld brauchen sie, das alte ist schon verbrannt, Geld einsammeln und verbrennen, das ist der Verlauf. Na ja, ein paar Dumme werden sich vielleicht noch finden, die genug haben , um es zu verschenken. Der Markt ist leergefegt, wer wollte hat schon, die anderen wollen nicht mehr. Sie denken eben mit, was so gespielt wird.Die masse der Schafe wurde schon geschoren, die anderen gingen in Deckung, da bleiben sie auch die nächste Zeit.

  • 02.12.2009, 11:54 UhrAnonymer Benutzer: Kurt Stellner

    Zum Glück gibt es MiG-Fonds. bei der Gesundheit wird nicht gespart. Wegen der hervorragenden Qualität steht erneut soviel Kundenkapital zur Verfügung dass auch die laufende Serie MiG-8 und MiG-9 in wenigen Wochen vorzeitig geschlossen wird. Anfragen aus Österreich willkommen.

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