
FRANKFURT/NEW YORK/MAILAND. Seit Ende 2007 stutzten die Institute die Bilanzsummen ihrer Filialen und Töchter im Ausland um gut ein Viertel auf 1,46 Billionen Euro. Auch das Kreditgeschäft mit ausländischen Firmen fuhren die Banken zurück. Es sank bis Ende Dezember 2009 um 32 Prozent auf 630 Mrd. Euro. Das ergibt sich aus der jüngsten Bundesbankstatistik.
Die starken Einschnitte sind eine Folge der Finanzkrise: Vor allem die Banken, die im Verlauf der Krise in Bedrängnis gerieten, machten Abstriche im Auslandsgeschäft. Der Trend dürfte sich fortsetzen. Denn viele Institute haben die von ihnen angekündigten Streichlisten noch gar nicht vollständig abgearbeitet.
Experten sehen die Strategie der Banken skeptisch. "Damit beschneiden sich diese Banken künftiger Wachstumsmöglichkeiten", sagt Martin Faust, Experte der Frankfurt School of Finance.
Rückzug war nicht immer freiwillig
Bei den staatlich geretteten Banken war der Rückzug nicht immer freiwillig. In vielen Fällen zwang die EU die Institute zur Streichung des Auslandsengagements - als Auflage für staatliche Hilfen. Ein beliebtes Muster: Zwar durften die Banken weiter deutsche Kunden ins Ausland begleiten, müssen aber die Geschäfte ohne Deutschlandbezug streichen. So verfahren zum Beispiel die Commerzbank und die HSH Nordbank.
"Mittlerweile ist nur noch die Deutsche Bank an den wesentlichen internationalen Märkten in nennenswerter Größe vertreten", sagt Faust. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nutzt die Krise sogar, um seine Präsenz in einigen Ländern auszubauen. Seit 2008 hat die Deutsche Bank zum Beispiel in den USA 400 erfahrende Investmentbanker und Händler angeworben. In Italien baute das Institut das Kreditgeschäft mit Firmenkunden weiter aus. Das Geschäft wuchs um vier Prozent, während die Firmenkredite der Banken 2009 insgesamt um 0,5 Prozent sanken.
Doch das ist die Ausnahme. Die Commerzbank etwa hat unter anderem Einheiten in der Schweiz, in Luxemburg, Belgien und Großbritannien verkauft. In den USA schloss sie mehrere Standorte und konzentriert sich auf New York. Dafür behält die Bank ihr strategisch wichtiges Osteuropa-Geschäft.
Endlich ein Hoffnungsschimmer für Deutschland! Nur wenn der Kapitalexport der deutschen banken um 25% heruntergefahren wird, haben wir eine Chance einen ausgeglichenen Aussenhandel zu erreichen und uns um investitionen im inland (dringend notwendig angesichts der Überalterung) und den binnenmarkt zu kümmern. Hoffentlich bleibt es bei dieser positiven Entwicklung.
...ganz davon abgesehen dass die bankenabgabe in ihrer jetzigen Form lächerlich gering ist. Wie soll so ein Kapitalstock entstehen? Das meiste bleibt bei der nächsten Krise wieder beim Steuerzahler hängen...
Wenn man über deutsche banken diskutiert, sollte man nie vergessen dass die bundesbank ihre Goldreserven quasi als Kriegsbeute noch immer von den Alliierten verwalten lässt. bankenabgabe hin oder her, unser Gold muss zurück nach Deutschland!
http://ariald.wordpress.com/2010/03/31/kriegsbeute-reloaded-warum-die-goldreserven-der-bundesbank-noch-bei-den-siegermachten-lagern/
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