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WGZ und DZ Bank: Spitzenverband der Genossen hält am Fusions-Zeitplan fest

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, warnt vor Verzögerungen bei der geplanten Fusion der beiden Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ.

BERLIN. "Es gibt aus meiner Sicht aktuell betriebswirtschaftlich keine sinnvolle Alternative zu einer zügigen Umsetzung der Fusion im aktuell angekündigten Zeitplan", sagte Fröhlich gestern in Berlin.

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Nach bisherigen Plänen sollen die Institute die Fusionsvereinbarung am 9. April unterzeichnen, die Eigentümer sollen ihre Zustimmung im Juni geben. Dagegen hatte der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) mit Blick auf die Finanzmarktkrise und ungewisse Risiken kürzlich für mehr Zeit plädiert. "Sorgfalt geht vor Schnelligkeit", meinte der RWGV-Vorstandschef Hans Pfeifer. "Die Risiken beider Banken werden in der laufenden Due-Diligence-Prüfung sauber ermittelt und werden sich im Bewertungsverhältnis niederschlagen", sagte Fröhlich. Das Ergebnis werde bald vorliegen.

Mehrere Anläufe sind bereits gescheitert, die beiden Spitzeninstitute des genossenschaftlichen Lagers zu verschmelzen. Ein Scheitern kann auch dieses Mal nicht ausgeschlossen werden. Für Unruhe hatte das Votum des WGZ-Vorstandsvorsitzenden Werner Böhnke gesorgt, der Mitte Februar im Aufsichtsrat der DZ Bank als einziger gegen eine Kapitalerhöhung stimmte. Jetzt hat sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auch die Interessengemeinschaft kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken zu Wort gemeldet. Sie sehen die Gefahr eines schwindenden Einflusses und plädieren für eine Verschiebung des Fusionstermins.

Sollte das Fusionsvorhaben dennoch gelingen, würde Deutschlands drittgrößte Bank mit einer Bilanzsumme von 520 Mrd. Euro entstehen. Die Sparkassen-Finanzgruppe leistet sich dagegen noch sieben selbstständige Landesbanken - eine Konsolidierung ist hier nicht in Sicht.

Die rund 1 200 Kreditgenossenschaften sind relativ glimpflich durch die Finanzmarktkrise gekommen. Der Jahresüberschuss sank um 25 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Maßgeblich ist dieser Rückgang auf das Bewertungsergebnis bei Wertpapieren zurückzuführen. Hier stieg der Abschreibungsbedarf von 1,35 Mrd. Euro auf 2,2 Mrd. Euro. Dennoch waren die Genossenschaftsbanken in der Lage, ihre Reserven weiter zu stärken. Das Kernkapital stieg von 35,1 Mrd. Euro auf 36,5 Mrd. Euro.

BVR-Präsident Fröhlich unterstrich, dass bislang kein einziges Institut Hilfen der Sicherungseinrichtung des BVR in Anspruch genommen habe. Das gelte einschließlich des ersten Quartals 2009. Die Spannweite der Bilanzsummen ist unter den Genossenschaftsbanken gewaltig. Während das kleinste regionale Institut auf eine Bilanzsumme von 14 Mio. Euro kommt, weist die größte eine Summe von 41 Mrd. Euro aus.

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