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Wiederbelebung: KfW soll Verbriefungsmarkt ankurbeln

Im Ringen um eine Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes könnte der KfW auch nach dem Regierungswechsel eine Schlüsselrolle zukommen. Nach wie vor werde diskutiert, dass die KfW im Auftrag des Bundes Garantien für gewisse Teile von Verbriefungen übernehme und damit anstelle der Käufer ins Risiko gehe, hieß es in Bankenkreisen.

Bei der Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes könnte der KfW eine Schlüsselrolle zukommen. Quelle: dpa
Bei der Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes könnte der KfW eine Schlüsselrolle zukommen. Quelle: dpa

FRANKFURT. Hier gehe es vor allem um die sogenannten Mezzanine-Tranchen. Sie gelten als relativ risikoreich und werden bei Ausfällen der einer Verbriefung zugrunde liegenden Kredite vor den besser besicherten Senior-Tranchen herangezogen. Für die Garantien könnte die KfW dem Konzept zufolge auf den milliardenschweren Deutschlandfonds der Bundesregierung zurückgreifen. Eine Entscheidung stehe aber nach wie vor aus, hieß es.

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Private Banken machen Druck

KfW und Bundesregierung wollten sich am Montag hierzu nicht äußern. Das Vorhaben ist nicht neu und wurde bereits im September diskutiert. KfW–Chef Ulrich Schröder hatte es ins Spiel gebracht. Obwohl die Zeit drängt, weil Deutschland eine Kreditklemme droht, wurde eine Entscheidung angesichts der Bundestagswahl im September vorerst vertagt.

Ein Konzeptpapier der privaten Banken zur Belebung des Verbriefungsmarktes heizt nun die Diskussion wieder an. Darin plädiert der Bundesverband deutscher Banken (BdB) für staatliche Garantien, sollte die geplante Einführung eines „Premiumsegments“ für Verbriefungen mit besonders hohen Qualitätsvorgaben nicht zum Erfolg führen.

Der BdB warnt selbst vor der Gefahr einer Kreditklemme. Das Eigenkapital vieler Banken ist durch die Krise angezehrt. Weil die Bonität der meisten Firmen mit den Abschlüssen 2009 weiter sinken dürfte, müssen die Institute sie mit noch mehr Eigenkapital unterlegen. Das wiederum schränkt den Spielraum für neue Finanzierungen ein. Zugleich wächst aber die Kreditnachfrage seitens der Unternehmen, die angesichts der leichten Erholung in der Wirtschaft wieder mehr investieren.

Verbriefungen könnten helfen, die Bilanzen zu entlasten. Mit dem Instrument reichen die Institute ihre Forderungen an Großanleger weiter. Allerdings ist die Anlageklasse durch die Verbriefung von Subprime-Risiken komplett in Verruf gekommen. Seit Monaten kämpft die Branche vergeblich, Vertrauen zurückzugewinnen.

Bankchef Ulrich Schröder betonte am Montag auf einem Kongress in Frankfurt erneut die Bedeutung des Verbriefungssegments. „Wir sind überzeugt, dass 2009 noch nicht das Ende der Bankenkrise ist“, sagte er. Deshalb sei es „strategisch sehr wichtig“, den Verbriefungsmarkt wieder in Gang zu bringen. Der BdB selbst hat in seinem Konzeptpapier die KfW als wünschenswerten Partner „zur Abwicklung der Maßnahmen“ ins Spiel gebracht – und bezieht sich damit offenbar auf Garantien. In Branchenkreisen hieß es, über die staatliche Risikoübernahme könne der Bund seinen Mitteleinsatz deutlich hebeln. Jeder Euro an Garantien ermögliche den Einsatz von bis zu 13 Euro Eigenkapital für frische Kredite.

„Garantien für die Rendite“

Unerwarteter Widerstand kam am Montag aus dem öffentlich-rechtlichen Lager. „Die Sparkassen sehen keinen Bedarf für die Ankurbelung des Verbriefungsmarktes mit staatlichen Bürgschaften“, erklärte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Für Firmen mit guter Bonität gebe es genügend Kredite. „Staatliche Bürgschaften für Verbriefungen von guten Unternehmenskrediten dienen vornehmlich der Renditesteigerung der beteiligten Banken“, so Geschäftsführer Karl-Peter Schackmann-Fallis.

Experten halten diese Argumentation allerdings für zu kurz gegriffen. Gerade im größeren Mittelstand – der eher von Geschäftsbanken bedient wird – droht ein Finanzierungsengpass. Kommt es hier zu keiner Lösung, könnten gerade diese Unternehmen 2010 in die Krise geraten.

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