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Zerschlagung: Die großen Sorgen der britischen Banken

Barclays ist die große Ausnahme, wie auch die heutigen Zahlen belegen: Doch 2008 haben die meisten anderen britischen Banken einen Großteil ihres Stolzes verloren. Staatshilfe war nötig und nun droht mittelfristig die Zerschlagung einiger Geldhäuser. Wie es dazu kommen konnte – und warum die Briten noch lange für ihre Banken zahlen werden.

von Thorsten Giersch

London ist das Finanzzentrum Europas. Hier ist das Investment-Banking zu Hause. Hier gab es dicke Boni zu verdienen. So mancher Banker schmiss mit dem Geld nur so um sich. Die Mieten in den Elite-Vierteln erreichten schwindelerregende Höhen. Zwar stehen immer noch viele Luxus-Apartments leer, aber längst nicht mehr so viele wie vor einem Jahr. Es wird wieder Geld verdient in der City. Aber seitdem der Staat vor einem Jahr bei den meisten Banken einsteigen musste, ist nichts mehr, wie es vorher war. Rein rechnerisch ist nach der Rettungsaktion jeder britische Haushalt im Durchschnitt mit 3000 Pfund am Bankensektor beteiligt. Da wird auch die EU hellhörig und stellt Bedingungen ... Foto: Reuters