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Zweite Runde der Bankenrettung: USA erwägen Gründung einer „Bad Bank“

Angesichts der anhaltenden Milliardenverluste amerikanischer Banken wächst der Druck auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama, neue Wege bei der Rettung des Finanzsystems einzuschlagen. Als bevorzugtes Rettungsinstrument scheint sich dabei die Bildung einer staatlichen „Bad Bank“ herauszukristallisieren.

Der Druck auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama wächst. Foto: ap Quelle: ap
Der Druck auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama wächst. Foto: ap Quelle: ap

NEW YORK. Die neue US-Regierung lege bereits den Grundstein für eine zweite Runde der Bankenrettung, berichtete das „Wall Street Journal“ am Wochenende unter Berufung auf Regierungsmitglieder. Finanzministerium, Notenbank, die Behörde zur Einlagensicherung und Mitglieder der künftigen Obama-Regierung berieten derzeit mehrere Optionen. Als bevorzugtes Instrument scheint sich dabei die Bildung einer staatlichen „Bad Bank“ herauszukristallisieren, die den Geschäftsbanken toxische Kredite und Wertpapiere abkaufen würde.

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Eine „Sammelbank“ sei eine der Ideen, die die Regulierer derzeit diskutierten, um faule Anlagen von den Bankbilanzen wegzubekommen, sagte Noch-Finanzminister Henry Paulson. Eine solche Bad Bank würde die Wertpapiere kaufen und so den Geschäftsbanken komplett abnehmen. Sollte die Bad Bank kommen, dürften die bisher veranschlagten 700 Mrd. Dollar für das Finanzrettungspaket Tarp, die bereits zur Hälfte ausgegeben sind, kaum ausreichen.

Eine Alternative zur Bad Bank könnte die Absicherung von Wertpapieren sein, was die Regierung bei den Großbanken Bank of America und Citigroup bereits in hohem Umfang getan hat. Bei diesem Schritt bleiben die Papiere aber auf der Bankbilanz, auch wenn die Regierung einen Großteil der aus ihnen resultierenden Verluste übernimmt.

Die Chefin der Einlagensicherungsbehörde, Sheila Bair sagte, die Abnahme oder Absicherung problematischer Papiere solle dazu ermuntern, dass wieder privates Kapital in die Banken investiert werde. Die Überlegungen seien mehr als hypothetisch. Die Bad Bank könne einen Teil der Papiere halten, bis sie wieder mehr wert sind, einen anderen Teil verbriefen oder Anleihen damit unterlegen.

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