Arbeitsmarkt für Auszubildende
Nachwuchs gesucht

Das Stellenangebot für Azubis ist auch in diesem Jahr wieder gestiegen. Die offenen Plätze sind jedoch immer schwerer zu besetzen. Das verlangt den Unternehmen zunehmend Engagement und Kreativität ab.
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KölnDie Anzahl der Schulabgänger lag im vergangen Jahr laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) um 53.000 unter dem des Vorjahres. Nur wenige Monate vor Beginn des neuen Lehrjahrs hat sich der Kampf um den Nachwuchs zunehmend verschärft. Lehrlinge werden dringend gesucht (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt für Auszubildende).

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in der Spitze im Monat März rund fünf Prozent mehr Ausschreibungen gezählt als im Vorjahresmonat. Insgesamt hat das Anzeigenvolumen bis Mai in diesem Jahr um zwölf Prozent zugelegt, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Stellenangebote  der Jobbörse Handelsblatt-Jobturbo. Hier werden sämtliche Stellenangebote der großen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monster, kleiner Special Interest Portale, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen gebündelt und ausgewertet.

Nicht nur die Anzahl freier Ausbildungsplätze steigt, auch die Anzahl suchender Unternehmen ist gewachsen. So meldet der Personaldienstleister Adecco ein Plus von 7,3 Prozent an ausschreibenden Betrieben in den letzten zwölf Monaten. Der Adecco-Stellenindex basiert auf der Analyse von Ausbildungsangeboten in 184 Printmedien und Online-Jobbörsen.

Ausbildungsplätze in den Berufsfeldern Hotel- und Gastronomie, Büro und Verwaltung sowie Technik stellen erfahrungsgemäß den Löwenanteil der Gesuche. Die wenigsten Stellen gab es  in den Berufsfeldern Bildung und Soziales, in Rechtsberufen und im Bereich Medien und Marketing. In einigen Branchen ist das Angebot sogar rückläufig. In der Informations- und Kommunikationsbranche (-13 Prozent), in der Personaldienstleistung (-6 Prozent) und auch im Gastgewerbe (- 3 Prozent) schwindet das Angebot, so der Adecco Stellenindex.

Anwärter werden vor allem im Baugewerbe händeringend gesucht. „Einen ähnlich großen Zuwachs beobachten wir auch in der Verkehrs- und Lagerbranche sowie in den traditionellen Ausbildungsbereichen, allen voran dem Handwerk, in der Hotellerie und im Einzelhandel“, sagt Adecco-Geschäftsführer Thomas Bäumer.

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Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
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  • @ Herr Hans Mayer30.06.2015, 11:38 Uhr

    Ihr Beispiel :Kfz Gewerbe 1900 - 2300

    Rente bei 2328,04 € Brutto a' 45 Jahre Arbeits-Lebensleistung !
    Monatsbeiträge 440 € / Jahresbeitrag 5280,00 €
    Monatsrente 23,07 € / Jahresrente 276,84 € für das eingezahlte Jahr !
    *******Was passiert mit den ca. 5000 € Differenzbetrag ?*******

    Jahresrente 276,84 x die 45 Jahre Arbeitsleistung = 12457,80 € /Jahr = 1038,15 € / Monat
    Das ist die "Rendite" - Rente, die man für das eingezahlte JAHR "belohnt" wird !
    Stand 2014 der Rentenanwartschaften !

    Wer erreicht noch in Zukunft reibungslos die 45 Arbeitsjahre in Zukunft ?
    Bei Hartz IV werden keine Rentenbeiträge weitergezahlt !

    Welche Rente erhält man bei Vollzeit bei einem Mindestlohn ?
    8,50 Std x 152 Std. im Monat = 1292,00 € Brutto-Monatslohn
    Das wären ca. 566 € / Rente im Monat bei 45 Jahren Arbeitsleistung !

    Der nie gearbeitet hat erhält eine ca. 660,00 € Grundversorgung !

    Schöne unseriöse Scheinwelt, die uns die Politik + deren profitierende Lobby "andichten" möchten !

    Die Rede in Davos 2005 von Gerhard Schröder sagt alles aus :
    Der größte Billiglohnsektor in Europa geschaffen...... ! >>> Lesenswert<<<
    Damit meinte er DEUTSCHLAND !!!

  • Bitte nicht der Illusion hingeben, daß ein x-beliebiger Bachelor mehr verdient. Da gibt es ein Überangebot. Ich kenne einige Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler die aufatmeten, als sie endlich in den Metalltarifvertrag kamen. Da hat sich der Industrie- oder Werkzeugmechaniker über deren jahrelanges fruchtloses Studieren schon totgelacht.

  • Ich habe doch gehört es strömen massenhaft Facharbeiter zu uns, aber bei uns steht der Wirtschaftsreisende eher später auf, dafür wird es abends schon mal nach Mitternacht bis der Hammelofen erloschen ist. Gerade bei den jetzigen Temperaturen weiß der Südländer das es ungesund ist am Tage zu arbeiten.
    Selbst hier in BW mal die Tariflöhne
    Brutto Steuerklasse 1, keine Kinder, unverheiratet aber abgeschlossene Ausbildung
    Kfz Gewerbe 1900 - 2300
    Metall-Elektro 2400- 2700
    Schreiner 2019
    Metzger 1906
    Bäcker 1901

    Es geht in den neuen Bundesländern noch billiger. Wer wird so blöd sein und dort eine Ausbildung anfangen um sein restliches Leben am Existenzminimum rumzukrebsen.

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