Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte
Karriere auf der Baustelle

Der Bedarf an Fach- und Führungskräften in der Bauwirtschaft zieht aktuell an und übersteigt deutlich die Nachfrage. Bauingenieure, Statiker und Architekten haben gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Ein Überblick.
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KölnDurch die Baubrache geht derzeit wieder ein Ruck. Die Baugenehmigungen erreichen seit 2004 ein Rekordhoch. In den ersten neun Monaten dieses Jahres bescherten die Genehmigungen der Branche im Wohnungsbau ein Plus von über 13 Prozent, so die Angaben des Statistischen Bundesamtes.

Die Branche arbeitet auf Hochtouren. Die Nachfrage nach Immobilien als Kapitalanlage, die Folgen der Energiewende, aber auch das Bauen nach altersgerechten Maßstäben stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Dafür fehlen der Bauwirtschaft jedoch die nötigen Fachkräfte. Das ist zu einem großen Teil dem demographischen Wandel geschuldet. Die Belegschaften sind häufig überaltert und das altersbedingte Ausscheiden von Fachkräften überwiegt die Anzahl der eintretenden Mitarbeiter.

Der Zuwachs an Studienanfängern im Bauingenieurwesen steigt kontinuierlich und erreichte 2011 mit über 17.000 Studierenden einen Rekordwert. Eigentlich gute Voraussetzungen für die Branche: „Hier zeigt sich, dass der Bau als Arbeitgeber nach wie vor attraktiv ist. Das Schaffen bleibender Werte zieht auch bei der Generation Facebook“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, im Rahmen des aktuellen Branchenberichts des Verbands.

Der Bedarf sowohl an Akademikern sowie an Fachkräften konnte bislang trotz zunehmender Anfänger in den vergangenen Jahren nicht gedeckt werden. Ein großes Problem sieht Michael Knipper besonders in der Abbruchquote. Diese liegt bei den Azubis nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie mit 20 Prozent überdurchschnittlich hoch. Bei den Akademikern im Bauingenieurwesen befindet sich die Quote sogar bei fast 50 Prozent. Der Ingenieurmangel ist also längst nicht nur Thema im Maschinenbau oder Elektrobereich.

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Wer Studium oder Ausbildung erfolgreich hinter sich gebracht hat, dem winken auf dem Arbeitsmarkt derzeit gute Jobperspektiven. Knapp 750.000 Mitarbeiter beschäftigt derzeit die deutsche Bauindustrie. Doch Bauunternehmen, Städte und Länder suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Dass sich der Einstieg in die Baubranche für Absolventen und Wechselwillige in der Baubranche lohnt, belegt der Stellenindex des Handelsblatt Jobturbos. Der Index basiert auf der Auswertung der Stellenangebote der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen.

Kommentare zu " Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte: Karriere auf der Baustelle"

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  • Building Construkter
    Wie kann man nur solch einen Artikel verfassen?? Der geht an der Realität wahrlich mehr als vorbei. Was in der Baubranche abläuft, ob Bauherr, Bauträgergesellschaften etc. muss als Architekt rechtliche Kenntnisse mitbringen, um den sogenannte Rechtsverdrehern die Stirn zu bieten. Vom baufachlichen keine Ahnung, wenn es u Detailpunkte geht, bis hin zu r Finanzierungsfragen etc. aber den großen "Ego" raushängen lassen. Denn damit wird ein Gericht angerufen und die dort sitzenden "unabhängigen Richter" sind total überfordert. Die versuchen alles über einen Vergleich zu regulieren, statt sich mit der Problematik auseinander gesetzt zu haben. Ein Bauprozess "bindet" unqualifizierte Richter. Das wissen die sogenannten Grünschnäbel von Rechtsverdrehern. Die können sich auch nicht aus, nicht einmal nach der VOB. Das heisst, die wollen nur Abzocken. Für die Baubranche ein ruinöser Wettbewerb, weil die sich selbst genannte Heilsbringer, Rechtsverdreher, immer auf der Seite der unabhängigen Richter sich befinden. Beide Seiten verstehen soviel vom Geschäft, wie eine Demenzkranke Oma.

  • @andre; Ihre Beobachtungen decken sich zu einem großen Teil mit meinen Erfahrungen der letzten 25 Jahre.

    Anwälte und Gutachter sind die wichtigsten Personen im Rahmen einer Baumaßnahme geworden. Und diese Berufsgruppen haben überhaupt kein Interesse daran, dass ein Bauvorhaben schnell und zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgearbeitet wird. Der Ingenieur oder der Architekt, der an Lösungen interessiert ist, wird immer unwichtiger.

    Auf einen produktiven Bauarbeiter, Polier oder Bauingenieur kommen heute gefühlt 10 unproduktive Bedenkenträger, die die Arbeit des Einen kritisieren, kommentieren, relativieren und letztendlich als a) zu teuer, b) zu langsam und c) nicht vertragskonform abkanzeln.

    Es geht einerseits manchen Baufirmen immer mehr darum, die Kosten (künstlich) in die Höhe zu treiben und am Ende entscheidet ein Richter dann, wieviel von den ganzen Mehrkosten zu zahlen ist.
    Und manchem Bauherrn geht es nur darum, die Arbeit der ausführenden Firmen schlecht zu machen, um von den eigenen Unzulänglichkeiten und der eigenen Inkompetenz abzulenken und zu guter letzt die Rechnung zu kürzen. Und damit landet man bei wieder bei den Anwälten.

  • @Andre
    Damit haben Sie den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen. Diese Entwicklung begann gegen Mitte der Neunziger und reicht heute nahezu bis in jedes noch so winzige Bauvorhaben. Es raubt den Fachkräften den letzten Nerv. Sie ziehen sich zusehends aus dem Geschäft zurück und die unfähigen Selbstdarsteller übernehmen die technische Abwicklung der Baustellen ohne jegliche Fach- und Sachkenntnis. Die Ergebnisse sind dann ständig aufkommende Mehrkosten, Nichteinhaltung der Fertigstellungstermine, horrende Mängel und, und, und.

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