Arbeitsrecht: Worauf Mitarbeiter beim Jobwechsel achten sollten

Arbeitsrecht
Worauf Mitarbeiter beim Jobwechsel achten sollten

Die Krise ist vorbei, zumindest am Arbeitsmarkt. Es gibt wieder attraktive Jobs und immer mehr Angestellte erwägen einen Wechsel des Arbeitgebers. Damit der Neustart gut funktioniert, ist Professionalität gefragt. Wann ein Wechsel lohnt und welche Fallen in neuen Arbeitsverträgen lauern.
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DÜSSELDORF. Wer hätte das gedacht. Die größte Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg hatte fast keine Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erwartet noch in diesem Jahr weniger als drei Millionen Arbeitslose. Experten prognostizieren, das die Marke spätestens im Oktober erstmals seit zwei Jahren wieder fallen wird.

Basis für das Wachstum ist eine boomende Wirtschaft. "Die Vorstände und Eigentümer vieler Unternehmen trauen ihren Augen nicht, ebenso schnell wie der Absturz folgte der Aufschwung", sagt Hubertus Graf Douglas, Geschäftsführer der Personalberatung Korn Ferry. Der Umsatz vieler Unternehmen hat bereits wieder die Marke vor der Krise erreicht. "Dank zahlreicher Sparmaßnahmen in den vergangenen Jahren sind die Gewinne aber höher", sagt Graf Douglas.

Vor allem für Fach- und Führungskräfte beginnen jetzt wieder die goldenen Zeiten. Ein Wechsel des Unternehmens kann viele Gründe haben. Besseres Gehalt, mehr Verantwortung und neue Aufgaben locken zur beruflichen Veränderung. Voraussetzung für den erfolgreichen Neustart: Die Kandidaten müssen sich professionell verhalten. Vor allem im neuen Arbeitsvertrag drohen gefährliche Fallen, die viel Geld und die Karriere kosten können.

Viele haben momentan freie Auswahl. Selbst die beiden am meisten von der Krise betroffenen Branchen suchen wieder: "Obwohl der Konsolidierungsdruck bei den Banken bleibt, sind aktuell vor allem Risikomanager und Vertriebler gefragt", sagt Tiemo Kracht, Geschäftsführer der Unternehmensbeartung Kienbaum.

Noch dringender suchen Autohersteller und Maschinenbauer, nachdem sie das konjunkturelle Tal verlassen haben. Die Konzernstrategen holen wieder die Expansionspläne aus den Jahren vor der Krise aus der Schublade. Naturwissenschaftler, Ingenieure haben beste Chancen. Aber auch im Marketing und Verwaltung locken neue Jobs.

Ein Wechsel lohnt vor allem wegen der neuen Herausforderung. "Bei den Unternehmen herrscht nach wie vor Kostendisziplin", sagt Personalberater Kracht. Große Gehaltssprünge sind aktuell noch nicht zu erwarten. Dafür ein mittelfristig sicherer Job. Viele Unternehmen fürchten sich vor dem demographischen Wandel.

Ab 2015 gehen die geburtstarken Jahrgänge in den Ruhestand. "Werteorientierte Führungsstärke und Bindungskraft gegenüber Mitarbeitern gehören für Führungskräfte zu den Kernkompetenzen der Zukunft", sagt Kracht. Leistungsstarke Mitarbeiter dürften in Zukunft also von ihren Vorgesetzen noch mehr umschmeichelt werden.

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