Auszeit vom Job: „Sabbatical ist nicht gleich ein Karriereknick“

Auszeit vom Job
„Sabbatical ist nicht gleich ein Karriereknick“

Alle Jahre wieder nehmen sich die Deutschen ein stressfreieres Leben vor. So auch 2016. Viele setzen diesen Vorsatz in die Tat um – und nehmen eine Auszeit vom Job. Für die Firmen kann das ein Gewinn sein.

München/DüsseldorfDer Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze. Ganz oben auf der Hitliste steht in jedem Jahr der Wunsch nach weniger Stress. Stattdessen: Weltreise, Hausbau, soziales Engagement oder mehr Zeit mit den Liebsten. Aus diesem Wunsch wird immer öfter eine mehrmonatige Auszeit vom Job.

Der Ausstieg aus dem Alltag, häufig Sabbatical genannt, ist mittlerweile selbstverständlich geworden - für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Und wird immer beliebter. 2016 wollen 63 Prozent der Deutschen mehr für ein stressfreieres Leben tun, wie aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK hervorgeht.

Barbara Stäbler wollte mehr von der Welt sehen, als sie dem Alltag im September 2014 für ein Jahr „Lebewohl“ sagte. Gemeinsam mit ihrem Mann machte sich die 47-Jährige, die bei der Allianz-Versicherung für die Entwicklung von Führungskräften zuständig ist, auf Entdeckungstour. Singapur, Bali, Spanien, Uganda, Marokko und Sri Lanka waren Stationen, an denen sie haltmachten. Zwischendurch kamen sie immer wieder zurück nach München.

Zwölf Monate ging die Auszeit. Währenddessen hätten sie auch ein Entwicklungsprojekt an einer ugandischen Schule besucht und in Marokko mit Berbern eine Tour durchs Atlas-Gebirge unternommen - mit Trinkwasser, „das ich mir hart erarbeiten musste“. „Ich wollte mich mal wieder erden“, sagt Stäbler. Die Motivation für die Auszeit: die Welt sehen, Natur erleben, soziales Engagement. Selbstverwirklichung.

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„Sabbatical ist nicht gleich ein Karriereknick“

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Trend zu mehr Selbstverwirklichung

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Ein Gewinn für Unternehmen

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