Berufe unter der Lupe
Karrierechancen für Logistik-Talente

Wer an Logistik denkt, der hat vor allem verstopfte Autobahnen und kilometerlange Transporter-Schlangen vor Augen. In Wirklichkeit ist die Arbeit von Logistik-Experten viel komplexer.
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KölnEgal ob Lebensmittel, Maschinenbauteile oder Mikrochips – täglich werden weltweit Waren und Güter bewegt und an die entsprechenden Stellen geliefert, wo sie weiterverwendet, eingebaut und verkauft werden. Dass in diesem riesigen Warenverkehr alles zum richtigen Zeitpunkt und in der erforderlichen Menge ankommt, ist die Aufgabe von Logistik-Experten.

Die Branche ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsmotor – nach der Automobilindustrie und dem Handel. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) gibt an, dass die gesamte Branche im vergangenen Jahr 230 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete. Einen Rekord verzeichnete die Branche im Jahr 2011. 2,85 Millionen Personen waren 2013 im Logistik-Sektor beschäftigt.

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Ein Großteil der Mitarbeiter in Industrie, Handel und Dienstleistungen haben einen traditionellen Ausbildungsberuf der Branche (Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik sowie Kaufmann für Spedition und Logistik). Beim Handelsblatt Jobturbo belegen aktuell Ausschreibungen für technische und strategische Einkäufer knapp 20 Prozent des Stellenangebots. Rund 15 Prozent richten sich außerdem gezielt an Fach- und Führungskräfte, die leitende Management-Aufgaben in der Logistik übernehmen sollen. Die Metasuchmaschine Jobturbo bündelt die Stellenanzeigen der bundesweit führenden Online Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der führenden Unternehmen.

Nach einer Umfrage der BVL konzentrieren sich die Unternehmen bei ihrer Suche besonders auf Ingenieure und Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte oder Informatiker mit einem Studienschwerpunkt in Supply Chain Management/Logistik. Dieser Personalbedarf spiegelt auch die gestiegene Komplexität im Logistikbereich wieder.

Denn Logistik bedeutet nicht einfach nur Waren von A nach B zu bewegen. In dem Maße, in dem Unternehmen durch Outsourcing Aufgaben und Teile ihrer Dienstleistungen oder Waren ausgelagert haben, übernehmen Logistikdienstleister im Anschluss die Lieferungen dieser fertigen und passenden Produktionsteile.

Das bedeutet für Logistik-Experten: Sie müssen die Produkt- und Technologiezyklen der Kunden kennen und die Prozessketten verstehen. Keine einfache Aufgabe in einem globalen Umfeld. „Wohl in kaum einem anderen Wirtschaftsbereich ist in doppeltem Sinn so viel in Bewegung, wie in diesem“, teilt der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) auf Anfrage mit. Das bedeutet auch, dass die verantwortlichen Manager sich in der Tiefe der entsprechenden Prozesse auskennen müssen. Weitere Fähigkeiten: Logistiker müssen analytisch und vernetzt denken können, kontakt- und entscheidungsfreudig sein und vor allem über interkulturelle Kompetenz verfügen. Das gilt besonders für Kandidaten, die bei großen Weltkonzernen wie etwa DHL und UPS arbeiten wollen.

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