Berufsfelder unter der Lupe
Controller: Karriere als Erbsenzähler

Wer in der Finanzbranche arbeitet, braucht starke Nerven. Das Risiko ist ständiger Wegbegleiter, denn gerade in Krisenzeiten gehört Stellenabbau zum Tagesgeschäft – doch gute Controller sind gefragter denn je.
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KölnSie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg: Controller, die den Überblick über das gesamte Zahlenwerk haben und Unternehmensziele mitsteuern. Lange als Erbsenzähler verschrien, wandelt sich ihr Image nur langsam. Doch Kontinuität in Sachen Jobsicherheit und gute Bezahlung hielten die Attraktivität des Berufs lange Zeit hoch.

Im Zuge der Finanzkrise sanken aber auch für Controller die Stellenangebote – allerdings in der Hauptsache bei Banken, Versicherungen und in der Automobilbranche, wie eine Studie des Personaldienstleisters Hays ergab. Die Statistiken zeigen: Die Nachfrage am deutschen Jobmarkt für Controller ist um nahezu ein Drittel geschrumpft. Der kleine Boom Mitte 2011 ist längst verpufft.

Wer in der Finanzbranche arbeitet, braucht daher starke Nerven. Das Risiko ist ständiger Wegbegleiter, denn gerade in Krisenzeiten gehört Stellenabbau zum Tagesgeschäft: Tausende von Jobs wurden bereits abgebaut.

Aber obwohl der Indexwert für Controller vom Topwert 1,4 auf knapp 1,0 (siehe Chartgrafik) im Februar gesunken ist, macht sich keine Panik breit. Wir haben dazu Gunther Friedl, Dekan der TUM School of Management mit einem Lehrstuhl für Controlling befragt.

Kommentare zu " Berufsfelder unter der Lupe: Controller: Karriere als Erbsenzähler"

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  • Controller werden die ersten sein, die der "vollen Automatisierung" zum Opfer fallen werden.

    Als nächstes folgen die Steuerhansel. Noch gibt es die genügend Steueroasen für Transferpricing auf der Welt, die gilt es auszurotten und danach wird "Kirchhoff" umgesetzt.
    80% der Steuergestze einfach in Luft auflösen. Das nennt man wahre Controlling-Effizienz!!

  • Ich bin mal so frei und nehme mal an, dass ich hier gegen zwei Ingeneure (oder ähnliches, möchte hier niemanden verunglímpfen) diskutiere.

    Anders herum: BMW rechnet sich mehr als Audi. Von mir aus. Und warum? Nicht weil sie sooooo viel feschere Ideen oder nachhaltigere Motoren haben. Sondern weil sie das so produzieren, dass sie im Preis mehr Gewinn einpreisen können als Audi. Und wer schneidet die Produkte über Kosten-Nutzenanalyse auf die Kundenwünsche zu? Der Controller.

    Dazu mal lesenswert:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zielkostenrechnung

    (Stichwort Grundkonzept)

  • stimmt, er ist und bleibt halt ein Erbsenzähler ;-)

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