Berufsfelder unter der Lupe
Steile Karriere als Fußballmanager

Nach der Vertragsverlängerung von BVB-Trainer Jürgen Klopp stehen auch die Gespräche mit dem Spitzenmanagement an. Die Sport-Branche boomt, Fachkräfte sind gefragt. Wir zeigen die Wege ins Sportbusiness.
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KölnSport hat den Freizeitbereich längst gesprengt und nimmt als Wirtschaftsfaktor eine wichtige Rolle ein. Dies liegt nicht nur an einem veränderten Bewusstsein der Gesellschaft zu Sportkonsum, Gesundheit und Freizeitverhalten. Auch der Spitzen- und Leistungssport wird zunehmend professionalisiert und kommerzialisiert. Zu den herausragenden Umsatztreibern zählen nicht zuletzt Großevents wie Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele sowie besonders die Fußballligen.

Rund um den professionellen Sport benötigen sowohl Dienstleister, Gesellschaften, Kommunen und Länder, aber auch Vereine und Verbände ein ebenso versiertes wie perfekt organisiertes Management. Dazu braucht die Branche Experten mit betriebswirtschaftlichen und sportspezifischen Fachkenntnissen. Denn Sportvereine und -verbände müssen geführt, Sportartikel vermarktet und die Sportler selbst betreut und in der Öffentlichkeit vertreten werden.

Eine Untersuchung zur Sportwirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) belegt die hohe wirtschaftliche Relevanz des Sports. So beträgt der aktive Sportkonsum etwa für Training, Ausrüstung oder Sportreisen rund 80 Milliarden Euro im Jahr. Der passive Konsum (Eintrittsgelder, Fanartikel oder Sportwetten) beträgt knapp zehn Milliarden Euro im Jahr. Ca. 5,5 Milliarden Euro werden nach dieser Untersuchung für Werbung, Sponsoring und Medienrechte ausgegeben. Das Budget für sportgüterbezogene Werbung lag 2010 allein bei Herstellern von Sportbekleidung bei 104 Millionen Euro. Auch die Bedeutung von Online Werbung und Social Media nimmt insbesondere bei Sportgüterherstellern einen immer wichtigeren Stellenwert ein.

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Das Sportsegment kurbelt nicht nur Umsätze sondern auch die Beschäftigung an. Dieser Arbeitsmarkt ist auf den ersten Blick jedoch nicht leicht zu durchblicken. Anders als für Mediziner oder Ingenieure ist der Weg in den Sportbereich nicht so genau vorgezeichnet. "Auch wenn der Arbeitsmarkt zunächst eingeschränkt und schwammig erscheint, so bieten sich innerhalb der Nischen vielfältige Möglichkeiten, beruflich Fuß zu fassen", erklärt Merle Losem, Geschäftsführerin der Deutschen Sportmanagement Akademie (DSA) in Köln. Gefragt sind dabei Tätigkeiten im Bereich Finanzierung und Controlling. Ebenso gibt es zunehmend Bedarf an Mitarbeitern, die die Instrumente und Methoden der Medienarbeit im Sport beherrschen.

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