Berufsprofile unter der Lupe
IT-Berater bleiben begehrt

Das Geschäft mit IT-Beratungs-Leistungen wächst. Neue Anforderungen für Fachkräfte bieten aktuell Banken- und Versicherungen und auch die Automobilindustrie. Je nach Branche sind die Gehaltsaussichten sehr gut.
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KölnDie IT-Beratung entwickelt zunehmend eine ganz eigene Dynamik und hebt sich damit immer mehr von der allgemeinen IT-Branche ab. Einer Erhebung der Lünendonk Marktanalysten zufolge verzeichnete die gesamte IT-Industrie 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,1 Prozent  – das Geschäft mit der IT-Beratung wuchs um elf Prozent. Für 2013 wird ein zwar geringeres, aber doch ansehnliches Wachstum von immerhin 8,6 Prozent erwartet. Der Bedarf an Prozess- und Systemoptimierung, der Produktivitätssteigerung und die Einführung neuer Technologien sowie die stärkere internationale Ausrichtung führe zu immer mehr Projektanfragen. Beratungshäuser haben parallel die Belegschaft weiter ausgebaut.

Im Vergleich zu anderen Industriezweigen gab es in den vergangenen drei Jahren eine stabile Nachfrage für IT-Berater und Consultants, so der Blick auf den Stellenindex des Handelsblatt Jobturbos. Seit Ende 2013 hat das Arbeitsplatzangebot noch einmal zugelegt. Die Jobsuchmaschine greift auf die Stellenanzeigen der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen zu. Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr von Accenture, einem internationalen Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister, weist darauf hin, dass sich daran in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird: „Wir planen die Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und der Schweiz im aktuellen Geschäftsjahr bis Ende August 2014“, sagt Accenture Recruiting-Leiterin Simone Wamsteker.

Ein Vorteil für IT-Berater: Im Bereich der Betriebsdienstleistungen können Standards und automatisierte Services eingeführt werden - in der IT-Beratung ist dies nur bedingt möglich. Besonders was neue, komplizierte Technologien angeht, sind Berater mit spezifischem Wissen gefragt. Hier zählen methodisches Know-how, Fachwissen und Kundenorientierung der Mitarbeiter, um IT-Infrastrukturen ständig an sich verändernde Gegebenheiten anzupassen.

Das gilt nicht nur für die großen Beratungshäuser wie Accenture, IBM oder Capgemini. IT-Berater sind auch in kleinen und mittelständischen Beratungen begehrt. Denn viele Anwenderfirmen halten nach einem Sprung ins Ausland ihrer bewährten IT-Beratung aus kleineren Häusern die Treue. Nicht zuletzt weil sie hier nicht einer von vielen sind, sondern die Top-Liste der Kunden anführen können.

Banken und Versicherungen haben derzeit einen enormen Bedarf an IT-Beratern. Die Anforderungen durch die zunehmende Digitalisierung, wachsende Mobilität oder der Trend zum Online-Vertrieb und zu Online-Services stellen neue Herausforderungen an die IT dar. Die IT-Infrastrukturen müssen laufend an die neuen Bedingungen angepasst werden. „In der Automobilbranche und im Maschinenbau und der Fertigungsindustrie, wo die Bedeutung der Digitalisierung ebenfalls deutlich zunimmt, sind Beratungsdienstleistungen begehrt“, weiß Simone Wamsteker. „Gesucht werden außerdem vor allem Mitarbeiter für Strategie- und Technologieberatung mit SAP- oder Java-Kenntnissen.“

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