Bonus zum Jahresende Wer Weihnachtsgeld bekommt – und wer nicht

Zur Weihnachtszeit freuen sich nicht nur die Kleinsten über Geschenke. 55 Prozent der Beschäftigten bekommen in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Bei der Sonderzahlung gibt es große Unterschiede – nicht nur in Ost und West.
Kommentieren
Merkliche Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 57 Prozent, im Ostdeutschland 43 Prozent ein Weihnachtsgeld. Quelle: dpa
Weihnachtsgeld

Merkliche Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 57 Prozent, im Ostdeutschland 43 Prozent ein Weihnachtsgeld.

(Foto: dpa)

BerlinMehr als jeder zweite Beschäftigte in Deutschland kann sich einer Umfrage zufolge über Weihnachtsgeld freuen. 55 Prozent der Arbeitnehmer bekommen diese Jahressonderzahlung, wie aus einer Online-Befragung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. An ihr hatten sich 17.000 Beschäftigte beteiligt. Mitarbeiter in nicht tarifgebundenen Betrieben, Frauen und Teilzeitbeschäftige kommen vergleichsweise selten in den Genuss dieser Zulage.

Demnach bekommen sie 74 Prozent aller Mitarbeiter in Betrieben mit Tarifvertrag, während der Anteil in Unternehmen ohne Tarifvertrag nur bei 44 Prozent liegt. „Hinzu kommt, dass in tarifgebundenen Betrieben die Beschäftigten in der Regel durch den Tarifvertrag einen rechtlichen Anspruch auf Weihnachtgeld haben“, sagte der Leiter des Tarifarchivs des zur Böckler-Stiftung gehörenden Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), Thorsten Schulten. „In nicht-tarifgebundenen Betrieben wird das Weihnachgeld hingegen oft nur als freiwillige Zahlung geleistet, die vom Unternehmen wieder eingestellt werden kann.“

In diese Städte pendeln die meisten Deutschen
Platz 10: Fürth
1 von 9

Laut einer Untersuchung rangiert Fürth auf Platz 10 der Städte, in denen der Anteil an Pendlern am größten ist. 65,6 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Stadt wohnen gar nicht dort. In absoluten Zahlen liegen zwar Städte wie München oder Köln vorn – aber prozentual betrachtet sind es kleinere Städte mit dem höchsten Anteil an den sogenannten Einpendlern.

Platz 9: Neuss
2 von 9

Richtig. Neuss liegt Gegenüber. Herrchen und Hund sitzen in Düsseldorf-Hamm auf der Mauer. In die Landeshauptstadt kommen täglich zahlreiche Bewohner aus Neuss auf die andere Rheinseite, zum Beispiel auf der Brücke links im Bild. Aber auch andersrum. Denn erstaunlicherweise sind 66,2 Prozent aller Beschäftigten in Neuss nicht von dort, sondern machen sich als Pendler auf den Weg.

Platz 8: Moers
3 von 9

Sonne und Wind – beides hat Moers ausreichend. Und offensichtlich auch Arbeitsplätze. Also pendeln 66,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in die Stadt. Dank gelungener Anbindung ans Autobahnnetz lohnt sich das gegebenenfalls sogar für Bewohner aus Köln, Düsseldorf, Duisburg oder Oberhausen.

Platz 7: Koblenz
4 von 9

„Deutsches Eck“: Nicht nur Mosel und Rhein treffen hier aufeinander, auch zahllose Beschäftigte. 66,5 Prozent aller Arbeitnehmer in Koblenz pendeln in die Stadt, die doch eigentlich so schön ist, dass man auch dort bleiben wollen würde. Sind die Nachbarorte an Mosel und Rhein aber auch.

Platz 6: Ulm
5 von 9

„Nabada“ – wird beschrieben als „karnevalsähnlicher Wasserumzug“ auf der Donau in Ulm. Dieses Bild vom vorletzten Juli-Wochenende zeigt: Lustig ist's in Ulm. Um Ulm und Ulm herum befinden sich auch offensichtlich nicht so viele Arbeitsplätze. Denn 67 Prozent der Arbeitnehmer kommen für ihre Erwerbstätigkeit die Stadt. Vielleicht tun sie es auch, weil sie auf karnevaleske Einlagen hoffen.

Platz 5 und 4: Offenbach und Darmstadt
6 von 9

Offenbach und Darmstadt teilen sich mit 68,8 Prozent einen Rang. Im Bild zu sehen sind Bahnreisende, die wegen eines Oberleitungsschadens in Darmstadts Bahnhof gestrandet waren. Aber mit dieser hohen Zahl an Pendlern, die die Stadt vor allem für ihre Arbeit aufsuchen, illustriert das Foto symbolisch die rege Reisetätigkeit der Gemeinden in Frankfurts Dunstkreis.

Platz 3: Erlangen
7 von 9

Es ist nicht, so, dass es in Erlangen nichts zu feiern gäbe. Oder genug Ablenkung und Unterhaltung. Dennoch – wer hier hier seiner Arbeit geht, fährt danach wieder weg. 68,9 Prozent aller Beschäftigten dort tun das. Wo's doch so nett dort sein kann.

Merkliche Unterschiede gibt es auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 57 Prozent, im Ostdeutschland 43 Prozent ein Weihnachtsgeld. In Ostdeutschland gibt es weniger Betriebe mit Tarifbindung. Auch Frauen bekommen die Sonderzahlung seltener: Hier sind es 49 Prozent, bei den Männern dagegen 58 Prozent. Auch bei befristet und Teilzeit-Beschäftigten ist der Anteil mit 42 Prozent beziehungsweise 39 Prozent unterdurchschnittlich.

Ein vergleichsweise hohes Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der Chemieindustrie, in der Druckindustrie sowie in der Textilindustrie (Westfalen). Hier macht die Zahlung zwischen 95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens aus. Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk (West und Ost).

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Bonus zum Jahresende - Wer Weihnachtsgeld bekommt – und wer nicht

0 Kommentare zu "Bonus zum Jahresende: Wer Weihnachtsgeld bekommt – und wer nicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%