Business Knigge Peinliche Pannen beim Geschäftsessen

Welches Besteck zu welchem Gang? Darf man die Serviette vom Boden aufheben? Und was tun, wenn der Gegenüber nur verklemmt spricht? Wir verraten, wie Sie Geschäftsessen als Gastgeber oder Gast ohne Fettnäpfchen meistern.
  • Christina Tabernig und Anke Quittschau
1 Kommentar
So punkten Sie beim Geschäftsessen
Sicher durch das Geschäftsessen
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Damit Sie sicher durch Ihre Geschäftsessen kommen, hat das Beratungsteam von Korrekt die wichtigsten zehn Etikette-Regeln bei Tisch zusammengestellt.

1.: Wann kommt die Serviette auf den Schoß?
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Legen Sie die Serviette auf den Schoß, bevor Sie die Speisekarte zur Hand nehmen. Bei einem vorbestellten Menü in größerer Runde nehmen Sie die Serviette erst, wenn der erste Gang serviert wird.

2.: Wann darf man im Brotkorb zugreifen?
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Auch wenn der Hunger noch so groß ist: Der Brotkorb sollte nicht schon vor der Weinbestellung leer gegessen sein. Grundsätzlich sind Brot und Butter Beilagen zur Vorspeise. Nach dem ersten Schluck Wein kann man aber schon mal zugreifen.

3.: Darf man Brot schneiden?
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Ganz wichtig: Brot wird gebrochen, nicht geschnitten. Brechen Sie mundgerechte Stücke ab und bestreichen Sie diese dann mit der Butter. Das kleine Buttermesser bleibt übrigens immer auf dem Brotteller. Auch der Brotteller bleibt unverändert auf der linken Seite Ihres Gedeckes stehen.

4.: „Ich freue mich, dass Sie hier sind.“
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Das bekannte „Guten Appetit!“ ist out. Besser sind ein paar nette Worte mit erhobenem Glas zu den Gästen sprechen. Danach greift der Gastgeber einfach zum Besteck und beginnt.

5.: Finger oder Besteck?
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Ob Sie bestimmte Speisen mit den Fingern essen dürfen, erkennen Sie daran, dass eine Fingerschale zur Verfügung steht. Wenn nicht, müssen Sie Messer und Gabel einsetzen.

6.: Wohin mit dem benutzten Besteck?
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Haben Sie das Besteck erst mal benutzt, darf es den Tisch nicht mehr berühren – auch nicht auf dem Tellerrand abgestützt. Wenn Sie eine Pause machen möchten, kreuzen Sie das Besteck einfach auf dem Teller. Die Gabelzinken zeigen dabei nach unten.

Andere denken sich nichts und merken gar nicht, dass sie bereits mehrfach ins Fettnäpfchen getreten sind. Etwa wenn sie das Brot wie eine Stulle beschmieren und vor dem Hauptgang verzehren. Einige Peinlichkeiten sind offensichtlicher, könnten aber galant gelöst werden.

Beherrscht man die Regeln und Sitten bei Tisch, ist es ein Leichtes, konzentriert dem Gespräch des Partners zu folgen und sich ganz und gar auf den Inhalt des Geschäftstermins statt auf die richtige Besteckreihenfolge zu konzentrieren.

Kleckern ...

... tun nicht nur kleine Kinder bei Tisch. Schnell ist ein Soßenfleck auf der Tischdecke gelandet. Bleiben Sie entspannt! Jede Serviette und auch die Tischtücher werden nach dem Essen gereinigt und dabei ist ein Fleck mehr oder weniger nicht ausschlaggebend. Lassen Sie also Salzstreuer und Dekoration dort, wo sie sind und übersehen Sie souverän ihren Fleck neben den Teller. Flutscht ein Salatblatt vom Tellerrand auf den Tisch, befördern Sie es wieder auf Ihren Teller. Fällt ein Happen auf den Boden, lassen Sie ihn liegen. Rutscht Ihnen die Serviette auf den Boden, krabbeln Sie bitte nicht unter den Tisch. Lassen Sie sich einfach eine neue Serviette geben. Ein guter Service wird Ihnen von selbst eine neue Serviette geben.

Das berühmte Haar in der Suppe

Wird Ihr Essen nicht so geliefert, wie Sie es bestellt haben, rufen Sie den Service zu sich und sagen in einem ruhigen Ton, was nicht stimmt. Am Anfang des Essens kann der Service Abhilfe schaffen, fällt das Haar erst am Ende des Essens auf, sollte der Kellner neben der Entschuldigung auch eine Wiedergutmachung parat haben.

Unaufmerksames Personal

Manch Restaurantbesucher fragt sich, ob es dem Servicepersonal regelrecht beigebracht wird, wie man Kunden ignoriert. Haben Sie als Gast das Gefühl, ständig übersehen zu werden, entschuldigen Sie sich bei Ihren Gästen und gehen Sie zur Bar oder fangen Sie das Personal an ihrer „Station“ ab, um Ihre Wünsche loszuwerden. Es ist Ihre Aufgabe als Gastgeber, aktiv Regie zu führen und den Restaurantbesuch so angenehm wie möglich zu gestalten.

Telefonierende Nachbargäste

Laute oder unangenehme Tischnachbarn dürfen gerne auf eine angemessene Gesprächslautstärke hingewiesen werden. Möchten Sie keine direkte Konfrontation mit einem anderen Gast eingehen, können Sie auch den Service bitten, dies für Sie zu übernehmen. Grundsätzlich ist ein Restaurant kein Büro und Telefonate sollten nicht am Tisch geführt werden. Bitten Sie in einem freundlichen Ton darum, dass das Telefonat nach draußen verlegt wird, da es die Unterhaltung stört.

Auf die Suppe nicht verzichten

Diese Gadgets erleichtern Ihren Alltag

Meine Suppe esse ich nicht ...

Wurde das Menü vorher ausgewählt und gibt es eine Speise, die Sie nicht essen möchten, können Sie diese gerne beim Kellner gegen eine andere Speise austauschen – also statt der Tomatensuppe eventuell eine klare Brühe. Sich einen Gang nicht servieren zu lassen, ist keine gute Lösung, da der Gastgeber erst mit dem Essen beginnt, wenn allen serviert wurde. Die Absprache zwischen Ihnen und dem Kellner hat er dann vielleicht nicht mitbekommen. Essen Sie von der servierten Speise das, was Sie essen können oder wollen und lassen Sie den Rest zurückgehen. Sie sind nicht verpflichtet, den Teller leer zu essen.

Langweilige Tischpartner ...

... können einen Abend unendlich lang erscheinen lassen. Wenn der Smalltalk mit Ihrem Tischherrn oder der Tischdame nicht läuft, müssen Sie selber in die Bresche springen und Geschichten und Wissenswertes erzählen. Klassische Smalltalk-Themen sind Urlaube, Freizeit, Hobbies und Wochenendplanungen. Geht Ihr Gesprächspartner auf nichts ein, versuchen Sie auf die Gemeinsamkeiten Ort, Umfeld und Anlass einzugehen. Klappt auch das nicht, können Sie sich eventuell in ein Nachbargespräch mit einklinken und bei Bedarf die Gesprächsführung so leiten, dass der wortkarge Nachbar seine Meinung zu dem ein oder anderen Thema beisteuern kann oder soll. Erst zum Kaffee dürften Sie die Sitzordnung auflösen und sich einen neuen Gesprächspartner suchen.

Mehr Tipps ...

... rund um das Verhalten bei einem Geschäftsessen können Sie in dem Haufe TaschenGuide „Geschäftsessen meistern“ von Christina Tabernig und Anke Quittschau nachlesen. Hier geht es zur Leseprobe. Außerdem finden Sie Informationen zu Coaching und Seminaren der Autorinnen auf der Webseite www.korrekt.de.

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1 Kommentar zu "Business Knigge: Peinliche Pannen beim Geschäftsessen"

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  • Als ich letzthin mit dem Spiegel vor der ARGE an der Frittenbude..........
    Grauenhaft, selbst die PET-Flaschen waren fettig. Ich musste schwören, dass..
    also ne...der Typ und das bei einen Flaschenessen.

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