DGB-Umfrage
Jeder Zweite fühlt sich im Beruf gestresst

Stress im Beruf - für 50 Prozent aller Arbeitnehmer ist das Alltag. Eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbunds ergab außerdem, dass fast die Hälfte aller Befragten auch krank zur Arbeit gehen.
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BerlinIn Deutschland fühlt sich einer DGB-Umfrage zufolge jeder zweite Arbeitnehmer gestresst. Zudem gehe fast die Hälfte der Befragten auch dann arbeiten, wenn sie krank seien, hieß es in der am Dienstag vorgestellten Studie für den Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Umfrage zufolge müssen 63 Prozent der 6.083 Befragten mehr Arbeit in der gleichen Zeit als früher leisten. Etwa ein Drittel denke auch zu Hause an Schwierigkeiten im Beruf.

Der DGB wertete diese Zahlen als Beleg für eine zunehmende psychische Belastung am Arbeitsplatz und forderte eine bessere Gesundheitsfürsorge, um seelischen Erkrankungen entgegenzuwirken. „Gut gestaltete Arbeitsbedingungen sind die beste Burn-out-Prävention und zugespitzt gesagt, auch die einzig wirksame“, sagte Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall.

Im Februar hatte die Krankenkasse DAK auf zunehmende Arbeitsausfälle aufgrund von seelischen Erkrankungen hingewiesen. Fast ein Drittel des gesamten Krankenstandes 2011 war nach Angaben der Kasse auf das Konto von psychischen Problemen zurückzuführen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DGB-Umfrage: Jeder Zweite fühlt sich im Beruf gestresst"

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  • hary: "... neuartige Inspektion und Wartung des Körpers durchzuführen. Sie besteht aus einer im Wasser auf dem Rücken liegenden Einzelarmfortbewegung und einer augenblicklich zugeschalteten Nasentief-Ein-und Ausatmung. ..."

    :-))

    Der Markt für solche Bücher ist sicherlich vorhanden.

    realist: "Schon interessant, dass von den Medien, vertrauenswürdigen Psychologen und selbsternannten Experten immer vorgegaukelt wird die Arbeit müsste 100% Spaß machen, Befriedigung bringen, nicht anstrengen und gleichzeit gut bezahlt sein."

    Es ist erher unrealistisch, zu sagen, dass so etwas behauptet würde. Es geht nicht um angenehme Arbeit, sondern um von Fehlbelastungen möglichst freie Arbeit. Die ist auch profitabler.

  • Stress, Ausgebranntsein, Erschöpfungszustände und viele andere Krankheiten sind in den Griff zu bekommen. In dem jetzt neu erschienenem Buch...Ein Leben ohne Arzt und Apotheker...empfiehlt der Autor den Menschen eine neuartige Inspektion und Wartung des Körpers durchzuführen. Sie besteht aus einer im Wasser auf dem Rücken liegenden Einzelarmfortbewegung und einer augenblicklich zugeschalteten Nasentief-Ein-und Ausatmung. Die Bewegung ist einzigartig und ohne Alternative. Es muß erlernt werden, dann wird alles gut. Reklamationen sind ausgeschlossen, es funktioniert mit 100-prozentiger Sicherheit.

  • @realist

    "...die Arbeit müsste 100% Spaß machen, Befriedigung bringen, nicht anstrengen und gleichzeit gut bezahlt sein."



    Wo steht dass? Wenn Sie den Unerschied zwischen einer krankmachenden Tätigkeit bzw. krankmachenden Arbeitsbedingungen und Rundum-Wohlfühl-Traumjob (denn es vermutlich so noch nie gab, oder abosluten Seltenheitswert besitzt), dann halten sie sich besser aus dem Thema raus und beglücken ihre Arbeitgeber bis zur Erschöpfung.
    Ggfs kommt er dann an ihr Krankenbbett oder zu ihrer Beerdigung. Da könne sie dann STOLZ darauf sein.

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